Zum Hauptinhalt springen

Zusätzliche Massnahmen für bessere Luft

Der Berner Regierungsrat will die Luftqualität verbessern und fasst deshalb einige neue Massnahmen in Industrie, Gewerbe, Verkehr und Landwirtschaft ins Auge.

In den letzten 25 Jahren habe sich die Luftqualität bereits markant verbessert. Um dies weiter zu fördern möchte der Regierungsrat zum Beispiel die Feinstaub-Belastung aus kleinen Holzfeuerungen weiter senken. (Symbolbild)
In den letzten 25 Jahren habe sich die Luftqualität bereits markant verbessert. Um dies weiter zu fördern möchte der Regierungsrat zum Beispiel die Feinstaub-Belastung aus kleinen Holzfeuerungen weiter senken. (Symbolbild)
Valérie Chételat

Entsprechende Vorschläge hat die Kantonsregierung in die öffentliche Mitwirkung geschickt. In den letzten 25 Jahren habe sich die Luftqualität bereits markant verbessert, teilte die Kantonsregierung am Donnerstag mit. So habe die Belastung mit Schwefeldioxid um 90 Prozent, mit Stickstoffdioxid und mit Feinstaub um 40 bis 50 Prozent abgenommen.

«Flächendeckende übermässige Belastungen treten heute kaum mehr auf», schreibt die Regierung. Problematisch bleibe aber die Ozon-Belastung im Sommer und die Feinstaub-Belastung im Winter.

Zusätzliche Massnahmen sind im «Massnahmenplan zur Luftreinhaltung 2015/2030» vorgesehen. Dabei handelt es sich um eine aktualisierte Version des Plans von 2001. Bereits umgesetzte Massnahmen sollen gestrichen, mehrere bewährte fortgeführt werden. Einige neue Massnahmen kommen dazu.

So möchte der Regierungsrat die Feinstaub-Belastung aus kleinen Holzfeuerungen weiter senken. Er beantragt deshalb beim Bund die Einführung einer Messpflicht für mit Holz befeuerte Zentralheizungen.

In Industrie und Gewerbe geht es laut Regierung darum, bestehende Vorschriften zu optimieren. In der Landwirtschaft möchte der Kanton zusammen mit den Bauern eine einheitliche Vollzugspraxis zur Reduktion der Ammoniak-Emissionen erarbeiten, die «verhältnismässig und möglichst wirkungsvoll» ist.

Dabei geht es um die sogenannten diffusen Ammoniak-Emissionen. Diese entstehen durch offene Ställe, bei denen die Emissionen nicht gesammelt und durch einen Abluftkamin abgelassen werden, sondern durch Öffnungen im Stall diffus erfolgen. Auch beim Ausbringen von Gülle und Mist entstehen diffuse Emissionen. Der revidierte Massnahmenplan soll im kommenden Jahr in Kraft treten.

SDA/rv

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch