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«Wir müssen neue Töne anschlagen»

Die Berner GLP-Nationalrätin Kathrin Bertschy übernimmt zusammen mit der Grünen Maya Graf das Co-Präsidium
des Frauenbundes Alliance F. Sie sieht keinen Widerspruch darin, als Liberale nach dem Staat zu rufen.

Der gescheiterte Lohngleichheitsdialog sei eine «Ohrfeige für die Frauen» gewesen, sagt Kathrin Bertschy.
Der gescheiterte Lohngleichheitsdialog sei eine «Ohrfeige für die Frauen» gewesen, sagt Kathrin Bertschy.
Tobias Anliker

Frau Bertschy, was muss die Frauenbewegung tun, um 45 Jahre nach dem Marsch auf Bern aktuell zu bleiben?

Nach wie vor setzt sich vor allem eine ­ältere Generation für die Frauenanliegen ein. Jene Frauen, die sich die rechtliche Gleichstellung, die Mutterschaftsversicherung, das Stimmrecht und die Fristenregelung erkämpft haben. Nun gilt es, die junge Generation vermehrt anzusprechen. Dort hat das Gefühl überhandgenommen, die Gleichstellung sei längst erreicht. Dabei zeigen die Lohnungleichheit und die fest verankerten Rollenbilder, dass es bis zur Umsetzung der Gleichstellung noch sehr weit ist. Es braucht eine Verjüngung der ganzen Frauenbewegung, um die Arbeit unserer Vorkämpferinnen weiterzuführen.

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