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Wie könnte der Kanton Bern mit weniger als 50 Gemeinden aussehen?

Der Regierungsrat soll aufzeigen, wie ein moderner Kanton Bern mit weniger als 50 Gemeinden aussehen könnte.

Der Kanton Bern leide unter seinen «komplizierten, kleinräumigen Strukturen mit rund 360 Gemeinden», so Philippe Müller (FDP).
Der Kanton Bern leide unter seinen «komplizierten, kleinräumigen Strukturen mit rund 360 Gemeinden», so Philippe Müller (FDP).
Adrian Moser

Gegen die Stimmen von SVP, BDP und EDU hat der Grosse Rat am Donnerstag ein entsprechendes Postulat von Philippe Müller (FDP/Bern) überwiesen.

Der Kanton leide unter seinen komplizierten, kleinräumigen Strukturen mit rund 360 Gemeinden, sagte Müller. Ihn würde deshalb interessieren, wie der Kanton «schlagkräftiger, ausgeglichener und selbstbewusster» aufgestellt werden könnte.

Gegen das Ansinnen wandten sich die SVP-, die BDP- und die EDU-Fraktion. Da werde wieder ein teurer Papiertiger bestellt, kritisierte Lars Guggisberg (SVP/Kirchlindach). Die SVP bezweifle zudem, dass eine Zentralisierung zwangsläufig die Kosten senke.

Der Regierungsrat verschloss sich dem Anliegen des Postulanten nicht. Gemeindedirektor Christoph Neuhaus gab aber zu bedenken, dass Denken leider nicht immer gratis sei und das gewünschte «Denkmodell» einige Kosten verursachen würde. Die von der SVP genannte Zahl von bis zu einer Million Franken für eine Studie kommentierte er nicht.

Konkret werde die Regierung nun eine «Projektskizze» erarbeiten und dem Parlament vorlegen, sagte Neuhaus. Dann könne der Rat die Debatte über die zukünftige Organisation des Kantons weiterführen.

Bereits zum Postulat Müller äusserten sich am Donnerstag 21 Redner in anderthalb Stunden. Überwiesen wurde der Vorstoss mit 85 zu 58 Stimmen bei 9 Enthaltungen.

SDA/agr

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