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Wie die Stadt kämpft das Land

Während in Bern die Sanierung des Stadttheaters bald beginnt, kämpfen Langenthal, Burgdorf und Biel mit Geldsorgen und politischem Widerstand.

Sanieren wie vorgeschlagen, oder gehts auch günstiger? Am Sonntag entscheidet Langenthal übers Stadttheater.
Sanieren wie vorgeschlagen, oder gehts auch günstiger? Am Sonntag entscheidet Langenthal übers Stadttheater.
Manu Friederich
Das Stadttheater Bern gehört zwar der Stadt, wird seit 2012 aber von der Stiftung Konzert Theater Bern (KTB) als Dreispartenbühne für Oper, Schauspiel und Ballett betrieben. Letzte Saison wurden 71?300 Besucher gezählt, die Eigenfinanzierung von KTB liegt bei 18,8 Prozent. Das Stadttheater wurde 1903 als Ersatz für das zuvor ein Jahrhundert lang bespielte Hôtel de Musique eröffnet. Ab 2015 soll es in drei Etappen für 43,3 Millionen jeweils im Sommer saniert werden.
Das Stadttheater Bern gehört zwar der Stadt, wird seit 2012 aber von der Stiftung Konzert Theater Bern (KTB) als Dreispartenbühne für Oper, Schauspiel und Ballett betrieben. Letzte Saison wurden 71?300 Besucher gezählt, die Eigenfinanzierung von KTB liegt bei 18,8 Prozent. Das Stadttheater wurde 1903 als Ersatz für das zuvor ein Jahrhundert lang bespielte Hôtel de Musique eröffnet. Ab 2015 soll es in drei Etappen für 43,3 Millionen jeweils im Sommer saniert werden.
Valérie Chételat
Das Casino-Theater öffnete 1874 und wird von einer Aktiengesellschaft betrieben. Es hat 275 Plätze und verzeichnete letztes Jahr 16?800 Besucher. 2013 schoss die Burgergemeinde 3 Millionen Franken ein, seither hat sie eine Stimme mehr als die Stadt als bisherige Mehrheitsaktionärin. Nebst Gastschauspielen und -musiktheatern vor allem aus Biel/Solothurn ist Burgdorf für Kleinkunst bekannt. Das Casino ist zudem Heimstätte der Emmentaler Liebhaberbühne.
Das Casino-Theater öffnete 1874 und wird von einer Aktiengesellschaft betrieben. Es hat 275 Plätze und verzeichnete letztes Jahr 16?800 Besucher. 2013 schoss die Burgergemeinde 3 Millionen Franken ein, seither hat sie eine Stimme mehr als die Stadt als bisherige Mehrheitsaktionärin. Nebst Gastschauspielen und -musiktheatern vor allem aus Biel/Solothurn ist Burgdorf für Kleinkunst bekannt. Das Casino ist zudem Heimstätte der Emmentaler Liebhaberbühne.
Martin Guggisberg
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Wo im Kanton ein Stadttheater steht, wird heftig um dessen Zukunft gerungen. Während in Bern die erste von drei Sanierungsetappen nächsten Frühling endlich starten soll, kommt aus Burgdorf die Hiobsbotschaft: Die seit Jahren geplante Sanierung des Casino-Theaters muss einmal mehr verschoben werden. Statt diesen Herbst könne frühestens 2016 gebaut werden, informierte die Betreiberin. Grund für die jüngste Verzögerung seien zwischenzeitlich erhöhte Anforderungen an Brandschutz und Theatertechnik sowie die Bauteuerung und zu tief eingeplante Reserven. Neu soll die Sanierung des Burgdorfer Stadttheaters nämlich 13,3 Millionen Franken kosten, wie die Casino-Theater AG nach der Generalversammlung am Dienstagabend mitteilte.

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