Wer eingebürgert werden will, soll besser Deutsch sprechen

Wer sich im Kanton Bern einbürgern lassen will, soll besser Deutsch oder Französisch sprechen. Der Grosse Rat hat am Mittwoch der Regierung den Auftrag gegeben, künftig für Einbürgerungen Sprachniveau B1 vorauszusetzen.

Wer sich im Kanton Bern einbürgern lassen will, soll künftig auf Sprachniveau B1 Deutsch oder Französisch sprechen.

Wer sich im Kanton Bern einbürgern lassen will, soll künftig auf Sprachniveau B1 Deutsch oder Französisch sprechen.

(Bild: Franziska Scheidegger (Archiv))

Bisher müssen Einbürgerungswillige schriftliche und mündliche Kennnisse gemäss Niveau A2 aufweisen. Das bedeutet, dass sie Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen - etwa Informationen zur Person, zum Einkaufen, zur Arbeit.

Künftig sollen sie nun mündlich die Hauptpunkte verstehen können, wenn in einem Gespräch klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit und Ähnlichem geht. So wird Sprachniveau B1 definiert. Schriftlich genügt weiterhin Sprachniveau A2.

«Niveau A2 reicht nicht»

Der Entscheid des Grossen Rats geht auf eine Motion des Rüfenachter EVP-Grossrats Niklaus Gfeller zurück. Er sagt, damit sich Ausländer mit Schweizern verständigen und sich hier eingliedern könnten, reiche auf mündlicher Ebene das Niveau A2 nicht.

Der Grosse Rat überwies den Vorstoss Gfellers am Mittwoch mit 101 zu 21 Stimmen bei 11 Enthaltungen an die Regierung. Diese hatte Annahme empfohlen. Der Vorstoss gibt ihr die Möglichkeit, die Anforderungen bei behinderten Einbürgerungswilligen oder bei Leuten mit Lernschwierigkeiten herabzusetzen.

jur/sda

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