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«Wenn wir uns dem Wachstum verweigern, findet es anderswo statt»

Den Grund für die bernische Wirtschaftsschwäche sieht der emeritierte Geografieprofessor Paul Messerli in einer weit verbreiteten Wachstumsskepsis. Gelinge es nicht, diese zu überwinden, laufe der Kanton Bern Gefahr, erneut eine Chance zu verpassen.

Stadt und Land, zwei Pole: Für Paul Messerli ist klar, dass beide sich bewegen müssen. Gefragt sei ein neues Bewusstsein für die Bedeutung von Wachstum.
Stadt und Land, zwei Pole: Für Paul Messerli ist klar, dass beide sich bewegen müssen. Gefragt sei ein neues Bewusstsein für die Bedeutung von Wachstum.
Manu Friederich

Herr Messerli, Sie befassen sich seit Jahren mit dem Kanton Bern. Haben Sie in all den Referaten und Diskussionen der Veranstaltungsreihe zum Thema Stadt und Land überhaupt etwas erfahren, das für Sie neu war?

Paul Messerli: Durch die Vortragsreihe ist für mich vor allem ein relativ konsistentes Gesamtbild der ganzen Problematik entstanden. Der Kanton Bern konnte in seinen Strukturen und in seinen Möglichkeiten umfassend dargestellt und begriffen werden. Aber wir haben auch falsche Bilder erkannt, die zirkulieren. Und unsere Einstiegsthese, wonach sich Stadt und Land bewegen müssen, also nicht nur einer der beiden Teile, hat sich voll und ganz bestätigt.

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