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Weniger Glyphosat auf Berns Acker

Im Kanton Bern beteiligen sich Bauern immer öfters an Pflanzenschutzprojekten.

Ein Berner Bauer bestellt sein Feld. (Symbolbild)
Ein Berner Bauer bestellt sein Feld. (Symbolbild)
Franziska Scheidegger

Das Interesse der Berner Bauern an einem Pflanzenschutzprojekt des Kantons und des Bauernverbands steigt: Fürs zweite Projektjahr haben sich knapp 3200 Landwirtschaftsbetriebe angemeldet. Das sind rund zwanzig Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit mache nun die Mehrheit der hauptberuflichen Ackerbaubetriebe beim Berner Pflanzenschutzprojekt mit, teilte die kantonale Volkswirtschaftsdirektion (VOL) am Freitag mit. Die Beteiligung am Projekt sei erfreulich und stimme mit den Projektzielen und den budgetierten Mitteln überein, schreibt die VOL weiter.

Das Projekt hatte die bernische Volkswirtschaftsdirektion zusammen mit dem Berner Bauernverband im Jahr 2016 lanciert. Es ist auf sechs Jahre ausgelegt und soll den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft «optimieren». Gemeint ist, dass die mit Pflanzenschutzmitteln einher gehenden Risiken für die Umwelt - etwa dass das Gift in die Gewässer fliesst - vermindert werden. Die landwirtschaftliche Produktion soll dabei nicht massgeblich zurückgehen.

Zehn Massnahmen

Mit zehn verschiedenen Massnahmen sollen die Risiken vermindert werden, etwa indem Querstreifen am Feldrand begrünt werden. Dies verhindert, dass Pflanzenschutzmittel über Strassen und Feldwege in Schächte oder Oberflächengewässer gelangen. 2017 wurden Querstreifen auf 245 Kilometern angelegt, 2018 sind 421 Kilometer angemeldet.

Auf rund 18'000 Hektaren verzichten die Projektteilnehmer heuer auf den Einsatz des Totalherbizids Glyphosat. Alle der insgesamt zehn angebotenen Massnahmen würden zunehmend nachgefragt, schreibt die bernische Volkswirtschaftsdirektion.

Vor allem Bund zahlt

An den gesamten Kosten des Projekts von 62,7 Millionen Franken übernimmt der Bund 80 Prozent. Der Kanton Bern zahlt über die gesamten sechs Jahre hinweg 10,6 Millionen Franken. Der bernische Grosse Rat stimmte dem Betrag im Juni 2016 zu.

SDA/spr

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