Weniger Geld für Kunst am Bau

Der Berner Regierungsrat will in Zukunft nur noch 0,25 Prozent der Gesamtkosten für Kunst am Bau aufwenden.

Die Berner Regierung will die Ausgaben für Kunst am Bau nochmals deutlich senken. (Symbolbild)

Die Berner Regierung will die Ausgaben für Kunst am Bau nochmals deutlich senken. (Symbolbild) Bild: Christian Beutler (Archiv)/Keystone

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Die Berner Regierung will die Ausgaben für Kunst am Bau nochmals deutlich senken. Sie stellt sich hinter eine Forderung aus den Reihen der SVP, wonach bei Neubau- und Umbauprojekten höchstens 0,25 Prozent der Gesamtkosten für Kunst am Bau aufgewendet werden sollen.

Der Betrag dürfe nicht mehr als 120'000 Franken betragen, verlangen Lars Guggisberg (Kirchlindach) und Mathias Müller (Orvin) in ihrer Motion. Trotz knapper Kantonsfinanzen werde heute weit mehr Geld für Kunst verwendet. Seit 2013 seien bei sechs Bauten rund 1,1 Millionen Franken ausgegeben worden.

Angesichts der knappen Kantonsfinanzen begrüsst der Regierungsrat den Vorstoss, wie aus der am Montag publizierten Antwort hervorgeht. Er möchte ihn als Postulat entgegennehmen, weil zuerst geprüft werden müsse, ob die Limitierung auf Gesetzes- oder Verordnungsstufe zu regeln sei.

Früher gab der Kanton weit mehr für Kunst am Bau aus. Denn bis 2012 war er gesetzlich verpflichtet, kantonale Gebäuden und Anlagen angemessen künstlerisch auszuschmücken. Dann hob der Grosse Rat diese Verpflichtung im Kulturförderungsgesetz auf - seit 2013 kann der Kanton Aufträge für Kunst vergeben, wenn er das will.

Gemäss heutiger Praxis komme Kunst am Bau generell nur bei Grossprojekten in Fragen, schreibt der Regierungsrat. Der durchschnittliche Mitteleinsatz habe sich seit 2013 auf weniger als die Hälfte reduziert. Das Ziel der Gesetzesänderung sei also erreicht worden. Wegen der knappen Kantonsfinanzen könne man aber noch einen Schritt weiter gehen. (msl/sda)

Erstellt: 12.03.2018, 11:58 Uhr

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