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Weggeschaut 
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Das Steuerdossier von Schneider-Ammann wurde von den staatlichen Behörden grosszügig ignoriert. Das fördert das Vertrauen in diese sicher nicht.

Sein Unternehmen steht wieder in der Kritik: Schneider-Ammann.
Sein Unternehmen steht wieder in der Kritik: Schneider-Ammann.
Keystone

Die Untersuchung der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) zu den umstrittenen Steuerrulings der Langen­thaler Ammann Group liest sich wie ein politischer Kompromiss. Ziel ist es, einen definitiven Schlussstrich unter die Affäre um die ehemalige Firma des heutigen Bundesrats Johann Schneider-Ammann (FDP) zu ziehen. Die Experten des Bundes bestätigen dabei teils die linken Kritiker, die stets behaupteten, Berns Steuerverwaltung drücke mitunter ein Auge zu. Zugleich verzichtet die ESTV aber darauf, ein langjährig praktiziertes Veranlagungsverfahren im Nachhinein zu sanktionieren, immerhin war es gang und gäbe, und mittlerweile sind die Steuerbehörden ja punkto Steueroptimierungsverein­barungen restriktiver geworden. Das macht alles durchaus auch Sinn.

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