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Vor dem Absturz auf Tschuri sendet Rosetta ein letztes Signal

Die Raumsonde Rosetta ist am frühen Freitagnachmittag auf den Kometen Tschuri abgestürzt.

Physikprofessorin Kathrin Altwegg betrachtet ein Modell der Rosetta-Sonde und des Landeroboters Philae. Die 65-jährige Berner Physikprofessorin ist das Schweizer Gesicht der Raumfahrtmission Rosetta. Ihr Team war zuständig für das Messsystem Rosina, eines von mehreren Systemen auf der Sonde.
Physikprofessorin Kathrin Altwegg betrachtet ein Modell der Rosetta-Sonde und des Landeroboters Philae. Die 65-jährige Berner Physikprofessorin ist das Schweizer Gesicht der Raumfahrtmission Rosetta. Ihr Team war zuständig für das Messsystem Rosina, eines von mehreren Systemen auf der Sonde.
Der nach ihren Entdeckern benannte Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (Tschuri) ist rund vier Kilometer lang. Aus einer gewissen Perspektive ähnelt er einem Quietsch-Entchen.
Der nach ihren Entdeckern benannte Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko (Tschuri) ist rund vier Kilometer lang. Aus einer gewissen Perspektive ähnelt er einem Quietsch-Entchen.
Auf der ganzen Welt verfolgten Raumfahrt-Fans die Rosetta-Landung. So auch an der Universität Bern.
Auf der ganzen Welt verfolgten Raumfahrt-Fans die Rosetta-Landung. So auch an der Universität Bern.
Franziska Rothenbühler
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Im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt sind wie erwartet um 13.20 Uhr die letzten Signale eingetroffen, wie an der Live-Übertragung an der Universität Bern zu sehen war. Wie in Darmstadt wurde auch in Bern das letzte Lebenszeichen der Raumsonde mit Applaus gewürdigt. Forscher und Gäste am Physikalischen Institut feierten den Abschluss der «verrücktesten» Mission der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit einem Rosetta-Finale.

Die Universität Bern hatte das Messgerät Rosina an die Mission beigesteuert. Rosina-Projektleiterin und Astrophysikerin Kathrin Altwegg verfolgte die letzte Stunde Rosettas im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt und war zuvor per Skype-Schaltung mit den Forscherkollegen in Bern verbunden.

Der Aufprall sei ein «melancholischer Moment», doch gleichzeitig auch ein «grandioses Ende», sagte Altwegg zum im Hörsaal versammelten Publikum.

Die Raumsonde war bereits im März 2004 ins All gestartet, um den Kometen 67P/Tschurjomov-Gerasimenko - kurz «Tschuri» - zu erforschen. Ihr Ziel erreichte Rosetta zehn Jahre später und umkreiste nun während der letzten zwei Jahren den Himmelskörper, der die Form einer Gummiente hat.

SDA/mer

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