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Bern könnte Sparrunde in der Sozialhilfe auslösen

Fachleute beanstanden die Pläne, Sozialhilfebezügern bis zu einem halben Jahr die Leistungen zu kürzen.

Therese Frösch hebt den Mahnfinger: Die im Kanton Bern geplanten Sozialhilfekürzungen gehen ihr zu weit.
Therese Frösch hebt den Mahnfinger: Die im Kanton Bern geplanten Sozialhilfekürzungen gehen ihr zu weit.
Valérie Chételat

Für einmal ist der Kanton Bern allen voraus. Mit den geplanten Verschärfungen in der Sozialhilfe geht er so weit wie kein anderer Kanton. Schulterklopfer gibt es dafür aber keine. Das von den bürgerlichen Parteien aufgegleiste «Berner Modell» (siehe Kasten) stösst auf Kritik.

Der Entscheid sei «unprofessionell»; die gefundene Lösung «ziemlich exotisch», sagt Therese Frösch. Die frühere Berner Gemeinderätin und Nationalrätin (Grüne) ist heute Co-Präsidentin der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos). Diese gibt Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe vor. Frösch bezweifelt, dass das Modell einen grossen Effekt auf die Zahl der Sozialhilfegesuche haben wird: «Wenn jemand auf Sozialhilfe angewiesen ist, spielen solche Anreize keine Rolle.»

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