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Unwetter: Feuerwehren im Bernbiet rückten 300 Mal aus

Nach dem Unwetter vom Samstag mussten die Wehrdienste im Kanton Bern mehr als 300 Mal ausrücken, meist wegen überfluteten Kellern. Am stärksten betroffen war die Region Biel.

Von den mehr als 300 Schadensmeldungen, welche die Kantonspolizei Bern registrierte, betrafen allein 230 die Region Biel-Seeland. Neben kleineren Gemeinden wie Nidau, Ipsach, Port, Bellmund und Nidau war die Stadt Biel besonders stark betroffen: Nachdem um ca. 17 Uhr ein schweres Hagelunwetter über der Stadt niederging, fuhr die Bieler Feuerwehr innert weniger Stunden mehr als 180 Einsätze, wie Vizekommandant Patrick Widmer auf Anfrage zum «Bund» sagte.

Der Hagel hatte vielerorts das Laub von den Bäumen geholt, worauf die Senklöcher verstopften und das Wasser so in die Liegenschaften eindringen konnte. Neben Kellern von Wohnhäusern und Geschäftsliegenschaften wurden in Biel teilweise auch Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen, deren Bewohner vergessen hatten, die Fenster zu schliessen. In einer Liegenschaft an der Marktgasse brach laut Widmer ein Feuer aus, nachdem eindringendes Wasser in einem Mikrowellenofen einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Der Bewohner konnte den Brand jedoch löschen, bevor die Feuerwehr eintraf.

Neben der Region Biel-Seeland war auch der Oberaargau und hier besonders die Gemeinden Roggwil und Niederbipp vom Unwetter betroffen, wie Corinne Müller, Sprecherin der Kantonspolizei Bern sagte. Neben Wasserschäden gab es hier auch Meldungen zu vom Sturmwind gelösten Dachziegeln und zu umgestürzten Bäumen.

Bahnlinie im Oberaargau unterbrochen

In der Nacht auf Sonntag wurde wegen Unwetterschäden die Bahnlinie Langenthal-St. Urban LU unterbrochen. Die Betreiberin der Linie, die Aare Seeland mobil (ASM), setzte Ersatzbusse ein, wie sie mitteilte. Am Sonntagmittag dauerte die Störung immer noch an.

Sturmböe von 105 km/h in Interlaken

Rund ein Dutzend Schadenmeldungen gingen laut Angaben der Kantonspolizei zudem aus dem Berner Oberland ein, vor allem aus dem Raum Interlaken. Keine Schadensmeldungen gab es aus der Stadt Bern, wie bei der Berufsfeuerwehr Bern zu erfahren war.

Die heftigen Gewitter vom Samstag haben der Hitzewelle von letzter Woche vorerst ein abruptes Ende gesetzt, wie der Wetterdienst Meteo Schweiz auf seinem Blog schreibt. Dabei fielen enorme Regenmengen, im Oberaargau stellenweise knapp 90 pro Quadratmeter. In Wynau etwa wurden in 20 Minuten 31 Liter gemessen. Die Unwetter führten zudem zu kräftigen Windböen, die stärksten wurden in Interlaken mit 105 km/h registriert.

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