Gletscher gibt weitere Flugzeugtrümmer frei

Weil der Gauligletscher im Berner Oberland immer dünner wird, sind so viele Trümmerteile wie noch nie von der 1946 abgestürzten Militärmaschine sichtbar.

Die Trümmerteile stellen laut Behörden keine Gefahr für die Umwelt dar.

Die Trümmerteile stellen laut Behörden keine Gefahr für die Umwelt dar. Bild: Screenshot/sda

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Auf dem Gauligletscher im Berner Oberland sind weitere Teile der 1946 abgestürzten Dakota gefunden worden. Bei den Trümmerteilen des militärischen Flugzeugs handelt es sich um ein komplettes Triebwerk mit Propeller und Teile einer Tragfläche. Der Gletscher wird immer dünner und fördert so jedes Jahr mehr Trümmerteile ans Tageslicht.

Am Mittwoch, den 15. August haben die Behörden deshalb untersucht, ob für die Umwelt eine Gefahr wegen Öl- oder Fettrückständen für die Natur besteht. Diese besteht laut dem Amt für Wasser und Abfall (AWA) nicht.

Eindrückliche Bilder vom Gauligletscher.

Auch die Besitzverhältnisse müssen offenbar noch geklärt werden: Der archäologische Dienst des Kantons Bern hat – anders als 2012 gedacht – keinen Anspruch auf die Trümmerteile. Grund ist, dass es sich laut aktueller Einschätzung nicht um Altertümer von wissenschaftlichem Wert handelt. Wie «Schweiz aktuell» gestern berichtet, dürfte die Eidgenossenschaft Besitzer des Wracks sein.

Die Trümmerteile möchten die Beteiligten bald abtransportieren und interessante Stücke später der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wer die Trümmerteile besichtigen möchte, kann sich bei der SAC Gaulihütte für eine geführte Tour anmelden.

Der Absturz des Militärflugzeugs hatte im Jahr 1946 zu grossem öffentlichen Interesse geführt. Zwölf Amerikaner überlebten damals den Absturz und mussten fast eine Woche in der Kälte ausharren. In einer spektakulären Rettungsaktion konnten die Amerikaner dann von Schweizer Soldaten gerettet werden. Es gilt als die erste alpine Flugrettungsaktion der Welt. (cse/sda)

Erstellt: 16.08.2018, 11:05 Uhr

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