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Trotz Niederlage: AKW-Gegner geben sich optimistisch

Die «Mühleberg vom Netz»-Initianten sehen keinen Grund, zu trauern – und planen bereits neue Projekte.

Die Initiative «Mühleberg vom Netz» wollten das Kraftwerk sofort abschalten...
Die Initiative «Mühleberg vom Netz» wollten das Kraftwerk sofort abschalten...
Adrian Moser
Trotz des Scheiterns ihrer Initiative sehen sich die Urheber der Volksinitiative «Mühleberg vom Netz», Franziska Herren und Walter Kummer,  nicht enttäuscht.
Trotz des Scheiterns ihrer Initiative sehen sich die Urheber der Volksinitiative «Mühleberg vom Netz», Franziska Herren und Walter Kummer, nicht enttäuscht.
Valérie Chételat
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Kurz nach 17 Uhr im Ratskeller in der Berner Altstadt. Eben erfahren Franziska Herren und Walter Kummer, dass das Stimmvolk die Initiative «Mühleberg vom Netz» deutlich abgelehnt hat. Herren lächelt und gibt ihrem Kollegen einen Handschlag. «Jetzt bestellen wir ein Cüpli», sagt sie.

Vor drei Jahren haben die beiden begonnen, Unterschriften zu sammeln, im Dezember des vergangenen Jahres erfuhren sie dann, dass im Mai über die sofortige Abschaltung des AKW Mühleberg abgestimmt werden soll. Am Abstimmungssonntag endet nun der lange Weg – in einer Niederlage. Trauer, Frustration oder Wut sucht man in ihren Gesichtern aber vergebens. «Ich bin eine Optimistin», sagt Herren. «Wir konnten einer Vision einen Boden geben. Dass dies so viele Menschen mit uns teilen, werte ich als grossen persönlichen Erfolg.» Kummer ringt eine Weile um Worte, für ihn sei das alles noch nicht ganz zu fassen. «Dass wir mit unserem Anliegen so weit kommen, davon hätten wir vor drei Jahren nicht einmal geträumt.»

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