«SwissPass» Grund für weniger Kontrollen durch Bernmobil

Weil die Billettkontrolle aufwändiger geworden ist, sind 2017 deutlich weniger Passagiere kontrolliert worden.

Die Kontrolle des «SwissPass» ist aufwändig.

Die Kontrolle des «SwissPass» ist aufwändig. Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Wegen des neuen «SwissPass» ist bei Berns städtischen Verkehrsbetrieben Bernmobil die Zahl der kontrollierten Passagiere deutlich zurückgegangen. Während im Jahr 2015 noch rund eine Million Passagiere kontrolliert wurden, waren es im vergangenen Jahr nur noch 700'000.

Den Rückgang erklärte Bernmobil-Sprecher Rolf Meyer am Mittwoch auf Radio Energy Bern mit der aufwändiger gewordenen Billettkontrolle. «Der Kontrolleur muss jetzt jedes Mal den »SwissPass« ans Handy oder an sein elektronisches Kontrollgerät halten», sagt Meyer.

«Dieser Vorgang dauert deutlich länger als früher, als ein Blick auf das Papierbillett ausreichte». Im Jahr 2015 hatten die Unternehmen des öffentlichen Verkehrs die rote Chipkarte mit dem Namen «SwissPass» eingeführt.

Der Nachrichtenagentur sda gab Meyer auf Anfrage einen zweiten Grund an: Der Kontrolldienst bei Bernmobil sei neu strukturiert worden. Es stehe neues Personal im Einsatz. «Wir vermuten, dass das auch einen Einfluss hat». Allerdings sei die Einführung des «SwissPass» der wichtigere Grund für den Rückgang der Anzahl kontrollierter Personen.

Mit oder ohne «SwissPass»: Die Anzahl Stunden, die Bernmobil für die Billettkontrolle einsetzt, ist unverändert geblieben. Auch die Quote der Schwarzfahrer hat sich praktisch nicht verändert, wie Meyer Radio Energy Bern bestätigt.

Der «SwissPass» hat wiederholt für Schlagzeilen gesorgt: Konsumentenorganisationen bemängelten im Vorfeld der Einführung, dass Generalabonnement und Halbtax-Abo nahtlos verlängert werden sollten, sofern die Kunden nicht kündigten.

Die SBB beschloss daraufhin, die Abonnenten 60 Tage vor der automatischen Verlängerung per Brief auf den möglichen Kündigungstermin aufmerksam zu machen. Zu reden gaben immer wieder auch datenschützerische Anliegen. (msl/sda)

Erstellt: 14.02.2018, 11:36 Uhr

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