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Sparwirkung von grösseren Klassen kleiner als erhofft

Mit grösseren Schulklassen kann der Kanton Bern im laufenden Jahr voraussichtlich 2,5 Millionen Franken einsparen.

Mit grösseren Schulklassen spart der Kanton weniger, als man gehofft hatte.
Mit grösseren Schulklassen spart der Kanton weniger, als man gehofft hatte.

Zu diesem Schluss kommt die Erziehungsdirektion aufgrund provisorischer Zahlen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Das vom Grossen Rat vorgegebene Sparziel von 4,5 Millionen Franken hofft die Erziehungsdirektion trotzdem erreichen zu können - unter anderem dank höherer Rotationsgewinnen bei den Lehrerlöhnen. Rotationsgewinne entstehen zum Beispiel, wenn ein Lehrer pensioniert und durch eine junge Lehrkraft mit tieferem Lohnniveau ersetzt wird.

Bei den erwarteten Einsparungen von 2,5 Millionen Franken durch grössere Schulklassen handelt es sich um eine erste Schätzung. Die letzten Pensenmeldungen der Lehrkräfte erfolgen erst am 15. August, die konkreten Schülerzahlen liegen konsolidiert im April kommenden Jahres vor.

Gemäss den prognostizierten Schülerzahlen rechnet die Erziehungsdirektion im kommenden Schuljahr im 1. bis 9. Schuljahr mit einer durchschnittlichen Klassengrösse von 18,8 Kindern. Im zu Ende gehenden Schuljahr waren es 18,5.

Nicht kurzfristig umsetzbar

Der Grosse Rat hatte im November eine Budgetkürzung bei den Volksschulen beschlossen. 2014 sollten demnach 4,5 Millionen Franken durch eine Erhöhung der Klassengrössen gespart werden, in den Folgejahren 11 Millionen.

Erziehungsdirektor Bernhard Pulver wies in der Parlamentsdebatte darauf hin, dass der Schritt kaum aufs nächste Schuljahr hin realisierbar sei, wenn man die stabile Volksschulpolitik fortsetzen wolle.

Das Parlament schwächte dann den Beschluss via Planungserklärungen ab, indem man der Erziehungsdirektion Spielraum zur Vermeidung von Härtefällen gab. Auch dürfe eine Klassenschliessung nicht einen Schulstandort gefährden. Vorsicht geboten sei zudem bei überdurchschnittlich betreuungsintensiven Klassen.

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