SP und Grüne steigen optimistisch in Ständeratswahlkampf

Die SP und die Grünen des Kantons Bern rechnen sich gute Chancen aus, bei den Wahlen von diesem Herbst den rot-grünen Sitz im Ständerat zu halten.

Für SP-Präsidentin Ursula Marti (Bild) sind die Kandidierenden Christine Häsler (Grüne) und Hans Stöckli (SP) das «perfekte Duo».

Für SP-Präsidentin Ursula Marti (Bild) sind die Kandidierenden Christine Häsler (Grüne) und Hans Stöckli (SP) das «perfekte Duo». Bild: Adrian Moser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

SP-Präsidentin Ursula Marti sagte an der Medienkonferenz vom Dienstag, die Ständeratskandidatin der Grünen, Christine Häsler, und der Ständeratskandidat der SP, Hans Stöckli, bildeten «das perfekte Duo». Beide kennten die Anliegen der Menschen in der Stadt und auf dem Land, beide brächten eine Vielzahl von persönlicher und politischer Erfahrung mit.

SP und Grüne hätten wiederholt gezeigt, dass sie bei Majorzwahlen im Kanton Bern Mehrheiten gewinnen könnten: Das sagte der Co-Präsident der bernischen Grünen, Jan Remund.

Der 63-jährige Stöckli ist amtierender Ständerat und ehemaliger Stadtpräsident von Biel. Häsler ist seit Juni Nationalrätin. Die 52-jährige war lange Fraktionschefin der Grünen im bernischen Grossen Rat und wohnt im Berner Oberland.

Stöckli sagte vor den Medien in Bern, er habe sich im Bundeshaus stets für eine offene, gerechte und solidarische Schweiz eingesetzt. Die Arbeit, die er dort begonnen habe, wolle er weiterführen. Häsler stellte das Wort Fairness ins Zentrum ihrer Ausführungen - Fairness etwa gegenüber Sozialhilfe und Migranten.

Stöckli will 200'000 Franken einsetzen

Die beiden Kandidierenden bestreiten den Wahlkampf mit gemeinsamen Auftritten und mit einem gemeinsamen Wahlprospekt, werden aber auch einzeln auftreten. Beide Parteien zusammen wollen für den gemeinsamen Ständeratswahlkampf 45'000 Franken ausgeben.

Stöckli strebt an, 200'000 Franken für seine persönliche Wahlkampagne zusammenzubringen, Häsler 80'000 Franken. Dieses Geld soll sich aus Parteibeiträgen, persönlichen Beiträgen und Wahlspenden zusammensetzen.

Schon vor vier Jahren traten bernische Grüne und SP gemeinsam zu den Ständeratswahlen an. Damals gelang es ihnen, den Sitz von Adrian Amstutz (SVP) zu erobern, den dieser kurz zuvor von Simonetta Sommaruga (SP) übernommen hatte.

Im ersten Wahlgang holte 2011 Hans Stöckli rund 22'000 Stimmen mehr als Alec von Graffenried (Grüne), worauf sich die beiden Parteien auf Stöckli als Kandidaten für den zweiten Wahlgang einigten.

Für 2. Wahlgang alles offen

Auf die Frage, ob sich die beiden Parteien schon auf ein Vorgehen für den allfälligen zweiten Wahlgang von diesem Jahr geeinigt hätten, sagte Stöckli, es gebe eine Vereinbarung zwischen den Parteien.

Darin stehe, führte Marti aus, dass die beiden Parteispitzen nach dem ersten Wahlgang eine Standortbestimmung machten. Danach werde man «aufgrund des Resultats die bestmögliche Lösung suchen». Ziel werde es sein, diejenige Variante zu bestimmen, welche die besten Voraussetzungen schaffe. (gbl/sda)

Erstellt: 11.08.2015, 13:16 Uhr

Artikel zum Thema

Die Piratenpartei will ins Stöckli

Die Piratenpartei des Kantons Bern will in den Ständerat: Sie hat am Samstag entschieden, zwei Ständeratskandidaten aufzustellen. Mehr...

Luginbühl und Stöckli sitzen fest im Sattel

SVP-Kandidat Albert Rösti ist der einzige, der den amtierenden Berner Ständeräten gefährlich werden könnte – wenn überhaupt. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Wie hiess das früher? Der Ü-40-Gedächtnistest

Sweet Home 10 Tricks, die Ordnung schaffen

Newsletter

Jeden Morgen. Montag bis Samstag.

Die besten Beiträge aus der «Bund»-Redaktion. Jetzt den neuen kostenlosen Newsletter entdecken!

Die Welt in Bildern

Besuch aus der Heimat: Die Schweizergardisten im Vatikan stehen stramm, denn Bundesrat Alain Berset ist auf Visite. (12. November 2018)
(Bild: Peter Klaunzer) Mehr...