SP schickt Frauen in Thuner Wahlen

Bei den Thuner Gemeinderatswahlen im Herbst treten bis auf die Sozialdemokratin Marianne Dumermuth alle vier Amtsinhaber erneut an.

Die SP will Dumermuths Sitz verteidigen.

Die SP will Dumermuths Sitz verteidigen. Bild: zvg

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Gemeinderätin Marianne Dumermuth gehört seit 2011 der Exekutive an und hält den derzeit einzigen Frauensitz in der Thuner Stadtregierung. Ins Gemeinderatsrennen schickt die SP gleich ein Frauenduo: Pfarrerin Margrith Schwander und Stadträtin und Co-Parteipräsidentin Katharina Ali-Oesch.

Schwander ist in der Thuner Bevölkerung gut verankert, wie die SP in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Politische Erfahrungen konnte die Pfarrerin unter anderem als Mitglied der Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sammeln. Acht Jahre leitete sie die Fraktion der Unabhängigen. Katharina Ali ist Stadträtin und gilt als konsensorientierte Politikerin.

Zugpferd des SP-Tickets ist aber der zur Wiederwahl antretende Gemeinderat und Vorsteher der Direktion für Sicherheit und Soziales, Peter Siegenthaler. Der Vizestadtpräsident gehört der Stadtregierung seit 2007 an.

Im bernischen Grossen Rat sitzt Siegenthaler seit 2010. Aktuell ist er Präsident der grossrätlichen Geschäftsprüfungskommission, jenem Gremium also, das im Hickhack um einen umstrittenen Bericht über das bernische Kies- und Deponiewesen eine wichtige Rolle spielt.

Intakte Chancen für die Bisherigen

Siegenthalers Chancen für eine Wiederwahl in den Gemeinderat stehen gut, ebenso wie jene von Stadtpräsident und Finanzvorsteher Raphael Lanz (SVP) und Roman Gimmel (SVP), Vorsteher Direktion Bildung, Sport und Kultur. Unter Druck könnte am ehesten Konrad Hädener (CVP) geraten. Der Vorsteher Direktion Bau und Liegenschaften luchste der BDP bei den letzten Wahlen knapp den Sitz ab - dank Unterstützung von Fraktionspartnern der Mitte. Die GLP hat signalisiert, ihn wieder zu portieren, ebenso die EVP und die EDU. Offen ist, wie sich die BDP entscheidet und mit wem sie allenfalls gemeinsame Sache machen will.

Die Grünen möchten endlich einen Sitz in der Stadtregierung erobern. Sie haben Stadträtin und Grossrätin Andrea de Meuron als Spitzenkandidatin auf den Schild gehoben. De Meuron könnte also auch zur Konkurrenz für die SP werden. Weitere Kandidaten will die Partei später bekannt geben. Auf bürgerlicher Seite ist auch noch vieles offen. Ambitionen dürften insbesondere auch die Freisinnigen hegen. Als möglicher Kandidat wurde verschiedentlich schon Grossrat Carlos Reinhard gehandelt. Auch Diskussionen über Listenverbindungen könnten die Entscheide beeinflussen. (net/sda)

Erstellt: 14.06.2018, 16:42 Uhr

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