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Skywork mit neuem Chef und neuer Partnerschaft

Der Chef der Berner Fluggesellschaft Skywork Airlines, Tomislav Lang, tritt von seinem Amt zurück. Nachfolger wird der bisherige operative Geschäftsleiter Rolf Hartleb. Die Fluggesellschaft geht überdies eine strategische Partnerschaft mit der MHS Aviation ein.

Der neue Chef Rolf Hartleb will Skywork aus den Turbulenzen hinausfliegen.
Der neue Chef Rolf Hartleb will Skywork aus den Turbulenzen hinausfliegen.
Franziska Scheidegger
Tritt zurück: Skywork-Chef Tomislav Lang.
Tritt zurück: Skywork-Chef Tomislav Lang.
Manuel Zingg
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Die Fluggesellschaft will mit ihrem Strukturwandel Kosten einsparen, Chancen auf dem Markt wahrnehmen und das Flugangebot ab Belp langfristig sichern.

«Die letzten Monate waren relativ kritisch», sagte der neue Skywork-Chef Rolf Hartleb vor den Medien in Belp. Es sei in dieser Zeit nicht klar gewesen, ob die Fluggesellschaft hätte weitermachen können. Dank der neuen strategischen Partnerschaft mit der deutschen Fluggesellschaft MHS Aviation sei er nun aber zuversichtlich.

Den Weg für diese Zusammenarbeit habe der abtretende Skywork-Chef Tomislav Lang frei gemacht, führte Hartleb aus. Lang habe die Partnerschaft initiiert und ermöglicht, indem er sich als Gesellschafter zurückgezogen und seine Skywork-Anteile verkauft habe.

«Keine Fusion»

Die beiden Fluggesellschaften beteiligen sich gegenseitig zu gleichen Teilen am anderen Unternehmen. Weitere Details wurden nicht bekanntgeben. Es handle sich um eine Partnerschaft auf Augenhöhe, hiess es. Es sei keine Fusion, sondern eine gegenseitige Beteiligung, in der beide Partner gleich viel einbrächten.

Die deutsche MHS Aviation ist unter anderem auf Flüge mit Business-Jets spezialisiert und will in den Linienverkehr einstiegen. Als Mitgift in diese «Mini-Ehe» bringe die Gesellschaft etwa Strecken ein, die Skywork fliegen könne, sagte Gerd Brandecker, Gesellschafter von MHS Aviation.

Skywork dürfte ihrerseits insbesondere von der hauseigenen Wartung durch MHS Aviation profitieren, wie der neue Skywork-Chef Hartleb erklärte. Potenzial für Kosteneinsparungen gebe es aber auch bei gewissen administrativen Aufgaben.

Weitere Partner

Zudem konnten noch weitere Partner gewonnen werden, die den Standort Bern weiterentwickeln möchten. Diese wollten aber anonym bleiben, wie Skywork-Verwaltungsratspräsident Sébastien Mérillat sagte. Die Fluggesellschaft sei aber weiterhin auf der Suche nach weiteren Partnern.

Mérillat sagte zudem, er bedauere den Rücktritt Langs. Dieser sei die treibende Kraft im Aufbau von Skywork gewesen. Gleichzeitig sei er aber auch glücklich, dass Rolf Hartleb, der bisherige operative Geschäftsführer der Airline, die Nachfolge Langs antrete.

Gemäss den Skywork-Verantwortlichen sind die Herausforderungen in der Luftbranche trotz des insgesamt positiven Trends bei der Berner Gesellschaft gross. Den regionalen Fluggesellschaften machen demnach die hohen Kosten, der intensive Wettbewerb und der Druck auf die Preise zu schaffen.

Gelitten habe Skywork in letzter Zeit aber auch unter der negativen Berichterstattung über die Zukunft der Airline in den Medien. Was den Ausschluss der Skywork-Tochter Aaretal Reisen aus dem Garantiefonds der Schweizer Reisebranche betreffe, so habe das schlicht mit administrativen Versäumnissen innerhalb der Firma zu tun, sagte der neue Skywork-Chef. Das Unternehmen arbeite nun mit Hochdruck daran, diesen Fehler zu korrigieren.

Noch keine schwarzen Zahlen

Zu den Finanzen bei Skywork sagte Hartleb, dass das Ergebnis in diesem Jahr besser sein werde, aber noch nicht schwarz. In den ersten neun Monaten nahm die Zahl der Passagiere bei Skywork um 7 Prozent zu. Die durchschnittliche Auslastung stieg um 5 Prozentpunkte auf 59 Prozent.

Besonders erfreulich sei, dass die Durchschnittserträge um 21 Prozent gesteigert werden konnten, hält Skywork fest. Im Winter 2013/14 fliegt das Unternehmen 9 Destinationen an. Damit biete Skywork ein ähnliches Angebot wie in der Vorjahresperiode an.

SDA/gbl/jur

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