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Schnee bringt Schlittelspass und Lawinen

In den nächsten Tagen fällt in den Bergen viel Schnee. Auch in Bern wird Schlitteln möglich. Für den Winterdienst ist das Eis aber die grössere Herausforderung.

Heute Montag scheint in Adelboden die Sonne. Danach schneit und windet es vor allem.
Heute Montag scheint in Adelboden die Sonne. Danach schneit und windet es vor allem.
Corina Kobi

Just an den beiden letzten Ferientagen schenkte Petrus den Berner Kindern Schnee. In der Stadt war er zwar schon am Sonntag weitgehend wieder vergangen, aber auf dem Gurten war die Schlittelpiste voll. Und die Kinder dürfen sich freuen, denn in den kommenden Tagen schneit es immer wieder. Am Dienstag fällt viel Schnee. Wer sich warm anzieht, kann am Nachmittag schon wieder auf dem Gurten schlitteln, wie Klaus Marquardt von Meteonews sagt. Und wer nicht nur bei strahlendem Wetter Ski fahren will, sollte am Donnerstag und Freitag gute Pisten vorfinden.

Wind erhöht Lawinengefahr

In den Bergen schneit es in den nächsten Tagen immer wieder. Das Berner Oberland darf mit 30 bis 40 Zentimetern Schnee rechnen. Allerdings sei das Wetter nicht sehr schön, sagt Marquardt. Es wird kalt, die Wolkendecke dicht, und der Wind bläst. Dieser erhöht denn auch die Lawinengefahr in den Bergen. Im Berner Oberland ist sie erheblich. Marquardt rät daher von Skitouren und Variantenfahren ab. Gerade die erhebliche Gefahr auf der dritten von fünf Stufen werde oft unterschätzt. «Dann gibt es am meisten Lawinentote», sagt er. Wer also nicht absolut sicher ist, sollte auf der Piste bleiben.

Arbeit für Pistentechniker

Obwohl Schnee für Skigebiete wie Adelboden gut ist, freut sich Hans Pieren nicht besonders über die Wetterprognose. «Für uns bedeutet sie viel Arbeit», sagt er. Hans Pieren ist Rennleiter der Weltcuprennen, die am Freitag und Samstag in Adelboden stattfinden.

Die Piste ist bereits präpariert und vom Internationalen Skiverband FIS für gut befunden worden. Wenn es nun schneit, muss der gefallene Schnee aber von der Piste weggeräumt werden. Darum hat Pieren für Donnerstag, wenn der Schneefall wieder nachlässt, 100 Personen organisiert, die die Piste für das Rennen flott machen. Vor Lawinen fürchtet man sich in Adelboden übrigens nicht: «Wir haben am Chuenisbärgli keine Lawinengefahr», sagt Pieren entschieden. Und gemäss Onlinewetterbericht zeigt sich während der Rennen vielleicht sogar ab und zu die Sonne.

Frühwarnsystem gegen Eis

In der Stadt bereiten vor allem die Temperaturen um null Grad viel Arbeit. Denn wenn der Boden stark abgekühlt ist, dann braucht es nur wenig Feuchtigkeit, damit Glatteis entsteht. Und das müssen die Mitarbeiter des Stadtberner Winterdienstes verhindern, wie Rolf Müller vom städtischen Tiefbauamt sagt. «Darum halten uns die Temperaturen um den Gefrierpunkt mehr auf Trab als der Schnee.» Denn die oft unsichtbaren Eisflächen sind für Fussgänger und Velofahrer gefährlich.

Um die Eisbildung zu verhindern, wird die Temperatur des Bodens an verschiedenen Stellen der Stadt überwacht. Droht Eis, alarmiert ein Frühwarnsystem die diensthabenden Pikettmitarbeiter. Dann behandeln sie die Stelle mit Salz, Sole und teilweise mit Split. Auch das Wetter beobachten sie permanent. So waren sie am Samstag nicht vom Schnee überrascht; und sie sind auch auf den Schnee vom Mittwoch vorbereitet.

Wenn es bald schneit, werden aber nicht alle Strassen geputzt. Acht Strässchen oder Strassenabschnitte bleiben weiss. Sie sind als offizielle Schlittelwege definiert. Bleibt der Schnee liegen, dann sperren die Mitarbeiter des Winterdienstes die Strässchen für die Autos und überlassen sie ganz den Kindern.

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