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Schlägt der Mann zu, bittet Statthalter Lerch zum Gespräch

Die Statistik über häusliche Gewalt zeigt es: Wer einmal zuschlägt, tut es oft wieder. Die Regierungsstatthalter gehen das Problem jetzt persönlich an.

Rund drei Mal täglich rückt die Polizei wegen häuslicher Gewalt aus. Das zeigt die erstmals erschienene Jahresstatistik der Berner Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Daraus geht hervor, dass die Kantonspolizei im letzten Jahr 1065 Mal wegen solcher Gewalttaten intervenierte. Die Dunkelziffer ist allerdings gross, wie die kantonale Polizei- und Militärdirektion gestern mitteilte. Sie geht davon aus, dass nur etwa jeder fünfte Fall von häuslicher Gewalt überhaupt gemeldet wird.

Bei mehr als der Hälfte der Interventionen kennt die Polizei das streitende Paar bereits, weil es nicht dessen erster Hilferuf ist. «Die Zahl der Wiederholungstaten möchten wir unbedingt verringern», so Judith Hanhart, Leiterin der Berner Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Darum rief man die «Täteransprache» ins Leben. Das bedeutet, dass innert zwei Wochen nach einem Notruf das Regierungsstatthalteramt Kontakt mit der tätlich gewordenen Person aufnimmt und zum Gespräch einlädt.

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