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Sauberkeit, das ist «Fötzele» plus Sensibilisierung aller

In Bern, Biel und Thun lernen Jugendliche, was gegen Littering zu tun ist.

Gymeler und Stifte verpflegen sich oft auswärts – sie erhalten nun Abfallunterricht.
Gymeler und Stifte verpflegen sich oft auswärts – sie erhalten nun Abfallunterricht.
Franziska Scheidegger

Stadtberner Kinder kennen sie seit 2008: Unterrichtseinheiten, in denen ­ihnen die Problematik der Abfallberge erläutert wird und sie ermahnt werden, «Ghüder» nicht in Parks oder auf Stras­sen wegzuwerfen. Nun werden auch Gymnasiastinnen und Berufsschüler für das Thema Littering sensibilisiert. Da nichts rascher vergessen ist als eine päda­gogische Einweg-Beschallung im Schulzimmer, setzen die Verantwortlichen – getreu Pestalozzis Diktum von «Kopf, Herz und Hand» – auf einen ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehört es, den Abfall selbst in die Hand zu nehmen, wenn auch bewehrt mit Handschuh und Greifzange. Das taten gestern auch drei junge Männer vor dem Gebäude der Gewerb­lich-Industriellen Berufsschule (Gibb) an der Viktoriastrasse 71 – uniformiert mit einer Weste mit der Aufschrift «Clean it». Das Trio, das einen Beruf ­erlernt, der früher mit Tiefbauzeichner umschrieben wurde, ergreift auf seiner «Abfall-Razzia» Getränkedosen, Folien, Schaumstoffschalen, Zigarettenstummel und dergleichen, stopft sie in einen Abfallsack und liefert den Müll danach im Abfalldepot der Schule ab.

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