«Safari»-Prozess erneut vertagt

In den Verhandlungen zum Berner «Safari»-Mord in Istanbul kommt es zu weiteren Verzögerungen. Der Prozess ist auf den Juni vertagt worden.

Der Boden des Treppenhauses beim Hintereingang zum Tearoom Safari am Morgen nach dem vierfachen Mord.

Der Boden des Treppenhauses beim Hintereingang zum Tearoom Safari am Morgen nach dem vierfachen Mord.

(Bild: Keystone)

Der Prozess in der Türkei gegen einen Tatverdächtigen im Berner «Safari«-Mord ist am Donnerstag erneut vertagt worden. Die Verhandlung soll am 12. Juni fortgesetzt werden. Mit einem Urteil ist spätestens im Juli zu rechnen, wie aus informierten Kreisen in Istanbul verlautete.

Der Prozess dreht sich um den Vierfach-Mord am 27. Juli 1998 im Berner Tearoom «Safari». Dabei wurden der kurdische Wirt, ein türkischer Koch, ein türkischer Kellner und ein Schweizer Spielautomaten-Händler erschossen.

Vor dem Gericht in Istanbul steht ein Mann, den die Berner Ermittler aufgrund von DNA-Spuren auf der aufgefundenen Tatwaffe - einer Kalaschnikow - belasten. Die türkischen Kollegen nahmen ihn im November 2012 fest. Als Türke wird der Mann nicht an die Schweiz ausgeliefert, weshalb ihm nun der Prozess in der Heimat gemacht wird.

Der Angeklagte hat in früheren Einvernahmen seine Unschuld betont. Das «Safari«-Tearoom in Bern sei ihm unbekannt; er könne sich nicht erinnern, das Lokal je besucht zu haben. Eine Kalaschnikow sei nie in seinem Besitz gewesen, er habe eine solche Waffe auch nicht ausgeliehen. Die Opfer habe er nicht gekannt.

zec/sda

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