Oberstes Wahlziel für SP und Grüne: Schnegg muss weg

Die linke Allianz stellte am Montag ihre Kampagne für die Regierungsratswahlen vor.

In welche politische Richtung weht die Berner Fahne in Zukunft? (Symbolbild/Archiv)

In welche politische Richtung weht die Berner Fahne in Zukunft? (Symbolbild/Archiv)

(Bild: Adrian Moser)

Calum MacKenzie@CalumMacKenzie0

In der zweisprachigen Stadt Biel starteten die bernischen Ableger von SP und Grünen am Montag in den Wahlkampf. Entsprechend wurden die Ansprachen möglichst bilingue gehalten, wobei einige jedoch ihr Français fédéral etwas umschifften und darum vor allem die deutsche Sprache zum Zug kam.

Dies lag nicht zuletzt auch daran, dass Christophe Gagnebin (SP) der einzige frankofone Regierungsratskandidat ist. Er tritt für die Sozialdemokraten zusammen mit dem bisherigen Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann und Nationalrätin Evi Allemann (die Ersatzkandidatin für Barbara Egger-Jenzer) an. Die ebenfalls im Nationalrat aktive Christine Häsler repräsentiert die Grünen und soll auf Bernhard Pulver folgen. Doch der Bernjurassier Gagnebin zog die grösste Aufmerksamkeit auf sich. Im Jura soll er nämlich den Sitz von Pierre Alain Schnegg (SVP) erobern und nach zwei Jahren wieder eine linke Mehrheit im Regierungsrat erreichen.

10-Punkte-«Plan für Bern»

Als treibende Kraft hinter dem umstrittenen Sparpaket wird Schnegg von den Linken als Hauptgegner hervorgehoben: «Die Politik von Herrn Schnegg wollen wir ganz klar angreifen», sagte Ursula Marti, Präsidentin der SP Kanton Bern. «In seiner Welt kommen bedürftige Menschen nicht vor.» Die rot-grüne Allianz solle als Anlaufstelle fungieren für alle, die von der bürgerlichen Politik genug hätten. «Unser Bündnis ist die einzige glaubwürdige Alternative», so Gagnebin. Die Frage, ob sich sein Wahlkampf einzig um den Gegner Schnegg drehe, wies Gagnebin zurück. Man wolle den Sitz nicht nur gewinnen, um den Gesundheitsdirektor zu stürzen. «Wer im Kanton Bern die Mehrheit will, muss auch den Jura-Sitz beanspruchen.» Er wolle sich als dialogfreundlicher und starker Herausforderer positionieren.

Die rot-grüne Kampagne soll 260'000 Franken kosten – also 100'000 Franken weniger, als das bürgerliche Komitee für seinen Wahlkampf aufbringt. In einem «Plan für Bern» werden die zehn thematischen Schwerpunkte des linken Wahlkampfs vorgelegt. Dazu gehören etwa bezahlbare Wohnungen und saubere Energie. Die Kandidaten stellen das Programm auf einer kantonsweiten Tour vor.

Der Bund

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