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Regierungsrat, 47-jährig, sucht Kaderstelle in der Privatwirtschaft

Der Rücktritt von Andreas Rickenbacher hat einen klaren Grund: Der SP-Politiker will künftig in der Wirtschaft arbeiten.

Andreas Rickenbacher (SP), Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern,  hat am Mittwoch seinen Rücktritt per 30. Juni 2016 erklärt.
Andreas Rickenbacher (SP), Regierungsrat und Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Bern, hat am Mittwoch seinen Rücktritt per 30. Juni 2016 erklärt.
Valérie Chételat
Rickenbacher (Mitte) freut sich 2006 über seine Wahl in den Berner Regierungsrat. Rechts und links von ihm die ebenfalls 2006 neu gewählten Regierungsräte Philippe Perrenoud (SP)  und Bernhard Pulver (Grüne).
Rickenbacher (Mitte) freut sich 2006 über seine Wahl in den Berner Regierungsrat. Rechts und links von ihm die ebenfalls 2006 neu gewählten Regierungsräte Philippe Perrenoud (SP) und Bernhard Pulver (Grüne).
Lukas Lehmann, Keystone
SP-Parteipräsidentin Ursula Marti: «Andreas Rickenbacher steht für eine moderne SP, welche Wirtschaft, Soziales und Ökologie unter einen Hut bringt, immer mit dem Blick auf die nachfolgenden Generationen.»
SP-Parteipräsidentin Ursula Marti: «Andreas Rickenbacher steht für eine moderne SP, welche Wirtschaft, Soziales und Ökologie unter einen Hut bringt, immer mit dem Blick auf die nachfolgenden Generationen.»
Adrian Moser
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Nur gut ein Jahr nach seiner zweiten Wiederwahl hat Regierungsrat Andreas Rickenbacher (SP) gestern seinen Rücktritt bekannt gegeben. Zum Zeitpunkt seines Abgangs im kommenden Juni wird er zehn Jahre im Amt sein. Entscheidend für seinen Entschluss war aber offenbar eine andere Zahl: 48 Jahre alt wird Rickenbacher bei seinem Rücktritt sein; wäre er erst bei der nächsten Gesamt­erneuerungswahl 2018 zurückgetreten, wäre er 50 Jahre alt gewesen. Zwei Altersjahre, die seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt geschmälert hätten, so fürchtet Rickenbacher. Zwei Dienstjahre, die folglich der zweiten Karriere abträglich gewesen wären, die der SP-Politiker anstrebt. «Ich suche ganz klar eine Herausforderung in der Wirtschaft», sagte er gestern anlässlich einer Medienkonferenz in der Staatskanzlei.

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