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Regierung prüft Verbesserungen bei der Heimaufsicht

Der Regierungsrat will prüfen, wie die Wahrnehmung der Heimaufsicht im Kanton Bern verbessert werden kann. Das versicherte Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud am Mittwoch dem Kantonsparlament.

In gewissen Heimen werde getrickst, zulasten des Personals und der Patienten.
In gewissen Heimen werde getrickst, zulasten des Personals und der Patienten.
Keystone

GLP-Grossrätin Franziska Schöni-Affolter hatte in einem Vorstoss ein unabhängiges Inspektorat gefordert, wie es etwa der Kanton Waadt bereits kennt.

Gemäss offiziellen Statistiken des Bundes belegten beispielsweise Alters- und Pflegeheime im Kanton Bern mehr Betten als erlaubt oder missachteten aus Kostengründen Vorgaben zur Anstellung von qualifiziertem Personal, begründete Schöni-Affolter den Vorstoss.

In gewissen Heimen werde getrickst zulasten des Personals und der Patienten. Gewinnoptimierungen auf Kosten von Menschen, die sich nicht wehren könnten: Das gehe nicht an. Hier brauche es eine zuverlässige, unabhängige Kontrolle, die geltende Vorgaben durchsetze.

Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud zeigte sich überzeugt, dass die Heimaufsicht im Kanton Bern den Anforderungen an Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit genüge und auch gut funktioniere.

Im Rahmen einer anstehenden Gesetzesrevision werde die Wahrnehmung der Heimaufsicht aber ohnehin überprüft, versprach Perrenoud. Die Regierung verschliesse sich dem grundsätzlichen Anliegen der Vorstösserin nicht. Doch die Heimaufsicht im Kanton Bern lasse sich nicht einfach mit jener des Waadtlandes vergleichen, machte der Gesundheits- und Fürsorgedirektor geltend.

Der Grosse Rat liess es bei Perrenouds Versprechen bewenden und lehnte den Vorstoss selbst in der unverbindlichen Form eines Postulats ab.

SDA/agr

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