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Regierung kritisiert AKW-Notfallplanung

Die Notfallplanung bei AKW-Unfällen ist nach wie vor ungenügend, findet der Berner Regierungsrat.

Das Atomkraftwerk Mühleberg prägt die Landschaft: Die Anlage von Salvisberg aus gesehen.
Das Atomkraftwerk Mühleberg prägt die Landschaft: Die Anlage von Salvisberg aus gesehen.
Bei einem Unfall ist die Zone 1, welche sich drei bis fünf Kilometer um das Werk befindet, für die Menschen am gefährlichsten.
Bei einem Unfall ist die Zone 1, welche sich drei bis fünf Kilometer um das Werk befindet, für die Menschen am gefährlichsten.
Der Weg ist frei für den Atomausstieg in Mühleberg.
Der Weg ist frei für den Atomausstieg in Mühleberg.
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Zu diesem Schluss kommt der Berner Regierungsrat nach der Lektüre eines Berichts der Atom-Aufsicht ENSI.

Die Bundesbehörde hatte - im Nachgang zu Fukushima - das Zonenkonzept um die Schweizer Atomkraftwerke überprüft. Der Bericht wurde Anfang Juni veröffentlicht.

Die Berner Regierung begrüsst, dass das aktuell gültige Zonenkonzept beibehalten werden soll. Die Einführung neuer Zonen brächte «keinen Mehrwert, sondern würde bloss die Komplexität steigern», hält die Regierung in einem Communiqué vom Donnerstag mit.

Mit Befremden stelle der Regierungsrat aber fest, dass die Referenzszenarien für die Notfallplanung noch immer nicht abschliessend definiert seien. Ausserdem lägen vom Bund nach wie vor keine konkreten Vorgaben zur Evakuierung mindestens der Zone 1 - der engsten Zone um Atomkraftwerke - vor.

In seiner Vernehmlassungsantwort ans ENSI verlangt der Regierungsrat erneut, dass der Bund zusammen mit den AKW-Betreibern ein Konzept über die Trinkwasserversorgung in Störfällen mit schwerer Verstrahlungslage erarbeitet. Die Konzeptarbeiten seien «an die Hand zu nehmen beziehungsweise zu beschleunigen».

Der Kanton Bern ist Standort des AKW Mühleberg, das 14 Kilometer westlich von Bern liegt. Die BKW als Betreiberin will das AKW nach eigenen Angaben im Jahr 2019 stilllegen.

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