Referendumskomitee gegen Tram Ostermundigen gegründet

Gegner des Trams von Bern nach Ostermundigen sammeln für ein Referendum gegen die Beiträge des Kantons.

Oft überlastet: Die Linie 10 nach Ostermundigen.

Oft überlastet: Die Linie 10 nach Ostermundigen.

(Bild: Adrian Moser (Archiv))

Die Bevölkerung von Ostermundigen hat 2016 entschieden: Die notorisch überlastete Buslinie 10 nach Ostermundigen soll mit einer Tramlinie ersetzt werden. Im Gegensatz zum Vorgängerprojekt fährt das Tram aber nicht bis auf den Ostermundiger Rüti-Hügel, weshalb das Projekt etwas günstiger zu stehen kommt. In der Junisession hat auch der Grosse Rat den Kantonsbeitrag von 102 Millionen Franken abgesegnet. Nun formieren sich allerdings die Gegner: Vergangene Woche wurde das Referendumskomitee «Nein zum Luxustram» gegründet, wie aus einer Medienmitteilung vom Donnerstag hervorgeht.

Das Referendum richtet sich gegen die finanzielle Unterstützung des Kantons. Im Komitee sitzt unter anderem SVP-Grossrat Stefan Hofer, der das Projekt bereits im Grossen Rat kritisierte. Die Planung sei nicht abgeschlossen, zudem sei es unseriös, einem derart hohen Kredit zuzustimmen, wenn noch unklar sei, ob nach dem Ausbau der S-Bahn überhaupt noch Bedarf bestehe. Die Referendumsfrist läuft bis 28. September,

Die Stadtberner Stimmberechtigten werden am 26. November über das Projekt entscheiden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf gut 240 Millionen Franken, drei Viertel davon übernehmen Bund und Kanton.

gbl/pd

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