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Bernhard Pulver will kein viertes Mal kandidieren

Es ist definitiv: Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) tritt bei den kommenden Regierungsratswahlen nicht wieder an.

Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor und aktueller Regierungsratspräsident Berns, tritt nicht zur Wiederwahl an.
Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor und aktueller Regierungsratspräsident Berns, tritt nicht zur Wiederwahl an.
Valérie Chételat
Das letzte Regierungsratsfoto mit Pulver im Bild, hier die Ausgabe 2017.
Das letzte Regierungsratsfoto mit Pulver im Bild, hier die Ausgabe 2017.
Franziska Rothenbühler
Am Anfang seiner Karriere: Pulver (ganz links im Bild) 1994 an der Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz. Neben ihm Adrian Schmid, Verena Diener und Erica Hennequin.
Am Anfang seiner Karriere: Pulver (ganz links im Bild) 1994 an der Delegiertenversammlung der Grünen Schweiz. Neben ihm Adrian Schmid, Verena Diener und Erica Hennequin.
Archiv/Michael Würtenberg, Keystone
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Bernhard Pulver wird sein Amt im kommenden Mai zum Ende der Legislatur nach 12 Jahren niederlegen. Das teilen die Berner Grünen an einer Medienkonferenz mit. Wenn die Grünen 2018 für seine Nachfolge ins Rennen schicken wollen, wird erst im Oktober entschieden.

Er habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht, so Bernhard Pulver. «12 Jahre als Regierungsrat sind für mich die richtige Zeitspanne», sagte der Erziehungsdirektor. Man gebe viel Energie in die Sache, irgendwann sei es aber Zeit, neue Ideen zu tanken. «Für mich persönlich – auch vom Alter her – ist es der richtige Zeitpunkt das zu tun.» Die Dauerpräsenz berge das Risiko, ausgelaugt zu werden. Er wolle sich im nächsten Sommer erst einmal eine Auszeit nehmen.

Pulver gibt vor den Medien seinen Rücktritt bekannt (Video: mob).

12 Jahre als Regierungsrat

Pulver schaffte 2006 den Sprung in die Berner Kantonsregierung. Der Grüne galt stets als undogmatischer Magistrat mit gutem Gespür für mehrheitsfähige Lösungen. Als Erziehungsdirektor war er von Beginn an bestrebt, Ruhe in den Schulbetrieb zu bringen und den Lehrkräften Freiräume in ihrer täglichen Arbeit zu gewähren. Zugleich gelang es ihm, Mehrheiten zum Beispiel für die Einführung der Basisstufe zu finden. Zu seinen politischen Erfolgen gehören unter anderem das neue Pensionskassengesetz, das die Sanierung der Pensionskassen für das Staatspersonal und die Lehrkräfte ermöglicht. Pulver schaffte es, das Stimmvolk von dieser teuren und dadurch unpopulären Vorlage zu überzeugen.

Eine wichtige Rolle spielte der fliessend französisch sprechende Pulver auch in der regierungsrätlichen Jura-Delegation, die sich um eine endgültige Lösung der Jurafrage bemühte.

Als Pulvers politisches Gesellenstück gilt sein Präsidium der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zur Bernischen Lehrerversicherungskasse in den Jahren 2004/2005.

Wie geht es weiter? Bernhard Pulver beantwortet Fragen der Medienschaffenden (Video: mob)

Rochade im Regierungsrat

Pulver ist der dritte Regierungsrat, der einen Verzicht auf eine erneute Kandidatur bekannt gibt. Sowohl Barbara Egger (SP) wie auch Hans-Jürg Käser (FDP) gaben bereits bekannt, ihre Ämter im Frühling niederlegen zu wollen. Die übrigen Mitglieder des siebenköpfigen Regierungsrats streben eine weitere Amtszeit an. Mit Egger, Pulver und Käser treten die drei amtsältesten Regierungsmitglieder ab.

SDA/gbl/amo

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