Probleme beim Bau des Rosshäuserntunnels - BLS stoppt Vortrieb

Beim Bau des Rosshäuserntunnels westlich von Bern gibt es technische Probleme.

Beim Bau des Rosshäuserntunnels westlich von Bern gibt es technische Probleme.

Beim Bau des Rosshäuserntunnels westlich von Bern gibt es technische Probleme.

(Bild: Franziska Scheidegger)

Grund ist eine geologische Störzone. Der Vortrieb ist zurzeit eingestellt, wie die BLS am Samstag mitteilte. Der Bau des Tunnels sei mittlerweile etwa vier Monate in Verzug, sagte BLS-Infrastrukturchef Daniel Wyder bei der Einweihung des neuen Bahnhofs Rosshäusern. Die Ausmasse der geologischen Störzone seien grösser als man aufgrund der Sondierbohrungen angenommen habe. In dem heiklen Gebiet war Mitte September ein bosnischer Bauarbeiter von einem Stein erschlagen worden. Der Unfallhergang wird von der Staatsanwaltschaft untersucht.

«Der Vorfall hat uns tief erschüttert», erklärte Wyder am Samstag gemäss Redetext. Die BLS und die Bauunternehmungen setzten alles daran, die Arbeiten sicher durchzuführen. «Wir prüfen, wie wir die Sicherheit auf der Baustelle weiterhin gewährleisten können.»

Nun seien Abklärungen mit externen Spezialisten im Gang. Eine Aussage zum Zeitplan und zu den Kosten werde die BLS erst machen, wenn die geologisch schwierige Zone überwunden sei.

Brüchiges Gestein

Gemäss Medienberichten vom September ist das Gestein im fraglichen Bereich sehr brüchig. Die Arbeiten mussten deshalb aus Sicherheitsgründen gedrosselt werden. Schon Ende August betrug der Rückstand aufs Bauprogramm drei Monate.

Die BLS-Strecke Bern-Neuenburg wird zurzeit auf Doppelspur ausgebaut. Die Kosten sollen sich nach bisheriger Budgetierung auf 200 Millionen Franken belaufen. Zurzeit ist der Abschnitt Rosshäusern-Mauss an der Reihe; Kernstück ist der Bau des zwei Kilometer langen Rosshäuserntunnels.

Neuer Bahnhof eingeweiht

Am Samstag wurde nach anderthalbjähriger Bauzeit der neue Bahnhof Rosshäusern eingeweiht. Die Kosten für den Umbau betragen 7,5 Millionen Franken.

Der neue Bahnhof verfügt über erhöhte Perrons für einen ebenerdigen Ein- und Ausstieg, rollstuhl- und kinderwagengerechte Zugänge sowie eine überdachte Wartezone.

Die BLS nutzte die Bahnhofseinweihung für einen «Tag der offenen Baustelle». Bei mildem Herbstwetter hätten sich viele Interessierte über den Stand der Arbeiten und die eingesetzten Maschinen informiert, teilte das Unternehmen mit.

mer/sda

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