Private sollen für den SC Langenthal eine neue Eishalle bauen

Zwischen der Berufsfachschule und der Kantonsstrasse plant Langenthal für seinen Hockeyclub ein neues Stadion. Diese ersetzt die marode Eishalle Schoren im Süden der Stadt.

Blick in die alte Eishalle Schoren, die schon bald durch einen Neubau an einem andern Standort ersetzt werden soll.

Blick in die alte Eishalle Schoren, die schon bald durch einen Neubau an einem andern Standort ersetzt werden soll. Bild: Manu Friedrich

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Langenthaler Gemeinderat hat entschieden, dass Eissport im Oberaargauer Regionalzentrum künftig im Gebiet Hard im Nordwesten der Stadt betrieben werden soll. Er strebt dort den Bau einer neuen Eishalle als sogenanntes Public-Private-Partnership-Projekt an, also in Zusammenarbeit mit Privaten.

Die Eishalle soll laut einer Mitteilung des Langenthaler Gemeinderats vom Freitag auf der Fläche zwischen der Berufsschule und dem Parkplatz des Parkhotels gebaut werden. Das Areal gehört der Stadt Langenthal.

Der Gemeinderat sei überzeugt, dass dieser Standort sowohl für die Stadtentwicklung als auch für den Betrieb einer Anlage für Breiten- und Spitzensport die besten Voraussetzungen biete, steht in der Mitteilung weiter.

Die fragliche Fläche liege bereits in der Zone für öffentliche Nutzungen. Eine Eishalle an dieser Stelle stimmte mit dem räumlichen Entwicklungskonzept Langenthals überein und der neue Siedlungsrichtplan der Stadt sehe eine Weiterentwicklung dieses Areals für Sport- und Freizeitnutzungen vor.

Für die weitere Entwicklung des Projekts möchte die Stadt Privaten die Führungsrolle überlassen. Die Stadtregierung will aber die öffentlichen Interessen wahren. Gemeint ist, dass öffentlicher Eislauf, Schul- und Breitensport möglich bleibt. Der Langenthaler Gemeinderat glaubt, dass er mit Bedingungen bei der Abgabe des Lands im Baurecht die Interessen der Stadt wahren kann.

Auch Umbau der Schoren-Halle geprüft

Die Stadt Langenthal hatte im Jahr 2016 eine Studie zum besten Standort für Eishallen-Neubauten in Auftrag gegeben. Zudem gab die Langenthaler Stadtregierung zusammen mit dem SC Langenthal und der Kunsteisbahn Langenthal AG im Sommer 2017 bekannt, auch ein Umbau der bestehenden Halle in Schoren sei eine Option. Dies dann, wenn ein Umbau rechtlich und technisch möglich sei, wie es in einer Medienmitteilung hiess.

Seinen Standortentscheid hat der Langenthaler Gemeinderat nun nach Abschluss dieser Studien zu einem allfälligen Umbau der Schoren-Halle gefällt, wie er schreibt. Er hörte auch den SC Langenthal an, der die im Jahr 2016 in Auftrag gegebene Studie aus sportlicher Sicht prüfte.

Ein «intensiver, ausserordentlich partizipativer Prozess» habe stattgefunden, schreibt die Stadtregierung. Die Autoren der 2016 durch die Stadt Langenthal in Auftrag gegebenen Standortevaluation für eine neue Eishalle nannten nebst dem Gebiet Hard den Langenthaler Reitplatz als zweite Option für einen Neubau.

«Schlechteste Infrastruktur der Liga»

Die Eishalle Schoren mit ihren 2700 Steh- und den 1400 Sitzplätzen stammt aus dem Jahr 1961, wurde 1980 überdacht und seither immer wieder baulich angepasst. Die Anforderungen der Liga an die Eishallen in der Nationalliga A («National League») und B («Swiss League») würden immer höher, sagten Stadt Langenthal, SC Langenthal und die Eishallen-AG im Sommer 2017.

Der Geschäftsführer des SC Langenthal, Gian Kämpf, sagte damals, es sei «fünf vor zwölf» für Verbesserungen. Der Langenthaler Schlittschuhclub verfüge über «die schlechteste Infrastruktur-Ausgangslage der gesamten Liga» und bezahle die höchsten Mieten. Die Hauptsponsoren und Kernaktionäre der SC Langenthal AG verlangten bald Lösungen.

Der SC Langenthal liegt derzeit in der Swiss League auf Rang zwei. In der vergangenen Saison gewann er die Meisterschaft, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen an Ambri-Piotta. (spr/sda)

Erstellt: 12.01.2018, 13:04 Uhr

Artikel zum Thema

Krimi im Schoren

Beim ersten Berner NLB-Derby zwischen dem SC Langenthal und den SCL Tigers wurde den 4108 
Zuschauern von Anfang bis Ende Spannung und 
Spektakel geboten. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Werbung

Immobilien

Kommentare

Blogs

Sweet Home Ich bin dann mal im Homeoffice

Geldblog So bleiben Ihre Aktien möglichst einträglich

Abo

Das digitale Monatsabo für Leser.

Nutzen Sie den «Bund» digital ohne Einschränkungen. Für nur CHF 32.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Schnee rund um die Welt: Ein Mann hält einen Regenschirm auf seinem Weg durch den heftigen Schneefall in Davos.
(Bild: Kim Kyung-Hoon) Mehr...