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Positives Engagement mit Risiken

Die private Finanzierung des Integrationsprojekts ist eine Folge der nicht immer weitsichtigen Sparpolitik des Grossen Rats.

Das Integrationsprojekt für die Eingliederung von Flüchtlinge in der Arbeitswelt soll mit privaten Geldern finanziert werden.
Das Integrationsprojekt für die Eingliederung von Flüchtlinge in der Arbeitswelt soll mit privaten Geldern finanziert werden.
Keystone

Dass sich Unternehmer finanziell für die Arbeitsintegration von Flüchtlingen einsetzen, ist ein gutes Zeichen. Sind es doch letztlich sie, die den Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt eine Chance geben sollen und müssen. Bis anhin tun sie dies nämlich noch viel zu selten. Für die betroffenen Migranten ist ein gescheiterter Job­einstieg von grosser Tragweite. Für die Sozialwerke resultieren oft hohe Folgekosten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist das 2,7-Millionen-Darlehen privater Stiftungen und Unternehmer für den Kanton ein Glücksfall. Dieser darf aber künftig nicht als politisches Argument für einen Leistungsabbau im Flüchtlingswesen verwendet werden. Ansonsten drohen durch das löbliche Engagement bestehende Strukturen zerstört zu werden. Sollte das neue Finanzierungsmodell Karriere machen, müsste aber auf jeden Fall sichergestellt werden, dass der Kanton auch in Folgeprojekten weitreichende Kompetenzen behält. Denn wenn Dritte quasistaatliche Aufgaben nach ihrem Gutdünken finanzieren, droht eine wenig sinnvolle, unkoordinierte Pflästerlipolitik.

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