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Politiker fordern mehr Transparenz im Asylwesen

Das Amt für Migration will einen Bericht über die Geldflüsse im Asylwesen nicht publizieren. Nun schaltet sich die Aufsichtskommission ein.

Das Zentrum Enggistein musste wegen desolater Zustände saniert werden.
Das Zentrum Enggistein musste wegen desolater Zustände saniert werden.
Adrian Moser

Im letzten Sommer wurde bekannt, dass das kantonale Amt für Migration die Wirtschaftsprüfer des Unternehmens KPMG beauftragt hatte, die korrekte Verwendung der Bundesgelder im Asylwesen zu untersuchen. Es gehe darum, die Transparenz bei der Verwendung der Gelder durch die Partner des Kantons herzustellen, begründete Markus Aeschlimann, Geschäftsleiter des Amtes für Migration und Personenstands, die Untersuchung damals. Die Ergebnisse liegen offenbar schon länger vor, informiert wurde bisher aber nicht. Auf Anfrage sagt Aeschlimann nun, es existiere gar kein Bericht, aus der Untersuchung resultierten lediglich Empfehlungen, die nun umgesetzt würden. Jede Direktion habe das Recht, interne Untersuchungen machen zu lassen, sagt die grüne Grossrätin Anna-Magdalena Linder. Wenn aber Unklarheiten und Unstimmigkeiten wie im Asylwesen existierten, bestehe ein Interesse daran, eine solche Untersuchung öffentlich zu machen. Es herrsche Intransparenz, dabei gehe es auch um viel Geld. Rund 70 Millionen Franken Bundesgelder reicht der Kanton an die Leistungserbringer weiter.

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