Pfahlbauer-Erbe soll geschützt werden

Der Bund soll das Unterwasser-Kulturerbe schützen, findet die Regierung. Sie befürwortet einen Beitritt zu einem entsprechenden UNESCO-Übereinkommen.

Fundstücke aus einem Pfahlbauerhaus in Sutz am Bielersee. (Archiv)

Fundstücke aus einem Pfahlbauerhaus in Sutz am Bielersee. (Archiv)

(Bild: Adrian Moser)

Der Regierungsrat ist dafür, dass der Bund dem UNESCO-Übereinkommen über den Schutz des Unterwasser-Kulturerbes beitritt. Die Schweiz weist zahlreiche prähistorische «Pfahlbauersiedlungen» von Weltrang auf. Allein im Kanton Bern zählen sechs Siedlungsplätze dazu.

Zahlreiche weitere schützenswerte archäologische Fundstellen finden sich in Seen, Flüssen und Mooren. Das Übereinkommen schliesse eine Lücke im UNESCO-Instrumentarium zum Schutz des Kulturerbes, schreibt die Berner Kantonsregierung laut Mitteilung vom Donnerstag in ihrer Vernehmlassungsantwort an den Bund.

Namentlich rings um den Bielersee finden sich viele «Pfahlbausiedlungen», etwa in Sutz-Lattrigen. Doch auch an kleineren Gewässern respektive Moorgebieten, die heute völlig verlandet sind, dürften sich Siedlungen befunden haben. Die archäologischen Stätten sind grösstenteils unsichtbar, weil sie sich unter Wasser oder Sedimentablagerungen befinden. Im Jahr 2011 nahm die UNESCO 11 Siedlungsplätze in sechs Ländern in die Liste des Welterbes auf. Die Schweiz war massgeblich an der Unterschutzstellung beteiligt.

zec/sda

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