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Perrenoud tritt 2016 zurück

Der bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud zieht sich im Juni 2016 aus der Regierung zurück.

Philippe Perrenoud kündete am 8. September 2015 seinen Rücktritt an.
Philippe Perrenoud kündete am 8. September 2015 seinen Rücktritt an.
Adrian Moser
Er mache mache noch bis im Juni 2016 weiter, dann sei schluss.
Er mache mache noch bis im Juni 2016 weiter, dann sei schluss.
Adrian Moser
Perrenoud bereut es, nicht mehr gegen die Armut im Kanton Bern getan zu haben.
Perrenoud bereut es, nicht mehr gegen die Armut im Kanton Bern getan zu haben.
Adrian Moser
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Der bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektor Philippe Perrenoud tritt per Ende Juni 2016 zurück. Das hat die Kantonsregierung am Dienstag mitgeteilt. Perrenoud habe das «Bedürfnis nach einer existenziellen Neuorientierung». Perrenoud begründet seinen Rücktritt mit dem Wunsch, nach zehn Jahren intensiver Arbeit in der Regierung wieder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Er tritt zum gleichen Zeitpunkt zurück wie Regierungskollege Andreas Rickenbacher.

Philippe Perrenoud zieht eine zwiespältige Bilanz seines bisher neunjährigen Wirkens in der Kantonsregierung. Nicht erreicht habe er seine Ziele bei der Armutsbekämpfung. Der Kanton Bern werde das Ziel verfehlen, die Armut im Kanton innert zehn Jahren um die Hälfte zu verringern, sagte Perrenoud am Dienstag an einer Medienkonferenz in Bern. Dieses Ziel habe er sich 2008 gesetzt. «Wir hätten mehr tun, wir hätten es besser machen müssen!», sagte Perrenoud. Zwar habe der bernische Grosse Rat im September 2013 einen Massnahmenplan zur Armutsbekämpfung abgesegnet - im gleichen Atemzug aber eine spürbare Reduktion der Sozialhilfekosten verlangt.

Bei der bevorstehenden Teilrevision des Sozialhilfegesetzes werde er sich nun dafür einsetzen, dass sich die sozialen Gräben nicht noch weiter auftäten; dass die Würde der Sozialhilfebezüger gewahrt bleibe. Schliesslich stünden die Menschen im Zentrum seiner Regierungsarbeit. «Hohe Priorität» will Perrenoud auch der Verselbständigung der kantonalen Psychiatriebetriebe einräumen.

Zufrieden mit Jurapolitik

Zufriedener als mit der Armutsbekämpfung zeigte sich Perrenoud am Dienstag mit der Jurapolitik der bernischen Kantonsregierung. Diese habe ihre Lehren aus einer schmerzlichen Vergangenheit gezogen und in stetigem Respekt der Bevölkerung und der jurassischen Regierung das freundeidgenössische Einvernehmen gefördert.

Als Präsident der Juradelegation der Kantonsregierung dürfe er seine Aufgabe schon bald als erledigt betrachten, «denn die damit verbundenen Erwartungen konnten wir erfüllen.»

So reagiert die Politik auf Perrenouds Rücktritt:

Ursula Marti sieht die Personalplanung der SP nach dem zweiten Rücktritt innert kürzester Zeit nicht in der Krise. Die SP will bei der Ersatzwahl antreten. Wie, ist offen: «Ich möchte als Präsidentin nicht bestimmte Namen ins Spiel bringen. Wir haben eine Reihe von guten Leuten, die infrage kommen.»
Ursula Marti sieht die Personalplanung der SP nach dem zweiten Rücktritt innert kürzester Zeit nicht in der Krise. Die SP will bei der Ersatzwahl antreten. Wie, ist offen: «Ich möchte als Präsidentin nicht bestimmte Namen ins Spiel bringen. Wir haben eine Reihe von guten Leuten, die infrage kommen.»
Adrian Moser
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(SDA)

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