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Parteiloser Regierungsratskandidat von Polizei abgeführt

Am Rande der Berner Wahlen vom Sonntag hat ein Zwischenfall vor dem Rathaus zu reden gegeben.

Dem Bieler Sprengkandidat Bruno Moser wurde der Einlass verwehrt.
Dem Bieler Sprengkandidat Bruno Moser wurde der Einlass verwehrt.
Thomas Reufer

Der parteilose Regierungsratskandidat Bruno Moser wurde von der Polizei auf die Wache gebracht, weil er sich gemäss Polizeiangaben nicht hatte ausweisen wollen.

Moser habe zunächst Flyer auf dem Boden des Rathausplatzes verteilt, schreiben die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern in einer Mitteilung. Danach habe ihn eine Polizeipatrouille kontrollieren wollen. Moser habe sich aber geweigert, sich gegenüber der Polizei auszuweisen.

Als der parteilose Regierungskandidat dann ins Rathaus gehen wollte, wurde er von Polizisten zurückgehalten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Danach habe sich Moser auf den Boden gesetzt.

«Nachdem er die mehrmalige Aufforderung, sich gegenüber der Patrouille auszuweisen, vor Ort nicht nachkam, musste er schliesslich zur Kontrolle auf eine Wache geführt werden», schreibt die Polizei. Moser habe sich dagegen zu wehren versucht, «weshalb er schliesslich zu Boden geführt werden musste».

Moser werde sich wegen Hinderung einer Amtshandlung zu verantworten haben. Daneben kommt es zu einer Busse wegen Littering. Nach der Kontrolle wurde Moser wieder freigelassen.

Der 53-jährige Bieler stieg als Aussenseiter in die Regierungsratswahl, ist aber kein Neuling. Schon 1998 und 2010 war er bei der Regierungsratswahl mit dabei.

Moser verspricht den Wählern auf seiner Website den «Berner Garten Eden», bekämpft das Steuersystem und zählt sowohl Wilhelm Tell als auch Edward Snowden zu seinen Vorbildern. Am Sonntag holte er 23'815 Stimmen.

SDA/hjo

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