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Noch bleibt die Kirche im Dorf

Der Regierungsrat will Kirche und Staat nicht trennen; das Verhältnis soll bloss «weiterentwickelt» werden. Einige Vorschläge sind brisant, ganz heisse Eisen bleiben aber unangetastet.

Das Rathaus und die Kirche St. Peter und Paul stehen für das traditionell sehr enge Verhältnis von Landeskirchen und Staat im Kanton Bern.
Das Rathaus und die Kirche St. Peter und Paul stehen für das traditionell sehr enge Verhältnis von Landeskirchen und Staat im Kanton Bern.
Valérie Chételat

Man kann dem Regierungsrat nicht vorwerfen, er wolle das Problem aussitzen. Gestern hat er seine Vorstellungen präsentiert, wie er das Verhältnis von Kirche und Staat weiterentwickeln möchte. Dabei geht es um die im Kanton Bern traditionell sehr enge Beziehung zu den drei Landeskirchen. Bern ist der einzige Kanton, der die Löhne der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und der christkatholischen Pfarrer aus den allgemeinen Steuermitteln bezahlt – das kostet 70 Millionen Franken pro Jahr. Bern ist, neben Schaffhausen, auch der einzige Kanton, der noch eine klare reformierte Bevölkerungsmehrheit hat.

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