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Neuhaus will Wald fürs Wohnen roden

Der Schutz des Waldes müsse für Wohnbauten in den Agglomerationen teilweise gelockert werden, fordert der SVP-Regierungsrat. Der «Tabubruch» löst kontroverse politische Reaktionen aus.

Regierungspräsident Christoph Neuhaus schlägt eine Lockerung des Waldgesetzes vor – dann könnte dereinst auch im Bremgartenwald gebaut werden.
Regierungspräsident Christoph Neuhaus schlägt eine Lockerung des Waldgesetzes vor – dann könnte dereinst auch im Bremgartenwald gebaut werden.
Adrian Moser

Der bernische Regierungspräsident Christoph Neuhaus wage «den Tabubruch», verkündete die Zeitung «Schweiz am Sonntag»: Der kantonale Planungsdirektor Neuhaus (SVP) plädierte in ihren Spalten dafür, «grundlegend zu diskutieren und zu überdenken», ob der Wald weiterhin so streng geschützt bleiben soll. «Man muss zumindest darüber diskutieren können, ob für Wohn- und auch Firmenbauten in den begehrten Agglomerationen Wald gerodet werden darf», sagt Neuhaus auf Anfrage. «Wegen der Zunahme der Pendlerströme müssen Strasse und Schiene ausgebaut werden. Für solche Projekte darf man roden. Mir scheint es sinnvoll, die Frage zu stellen, ob man auch roden darf, damit Menschen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen können.» Konkret denkt Neuhaus an Wohnbauten in den Agglomerationen auf der Achse Biel-Bern-Thun.

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