Zum Hauptinhalt springen

Neue BLS-Werkstätte: Standort Thun verworfen

Die Begleitgruppe, die beim Standort für eine neue BLS-Werkstätte mitredet, hat Thun als möglichen Standort für einen Neubau verworfen.

Die neue BLS-Werkstätte wird nun doch nicht in Thun gebaut.
Die neue BLS-Werkstätte wird nun doch nicht in Thun gebaut.
Adrian Moser (Archiv)

Wegen der bestehenden Panzerbrücke und dem Bypass Thun-Nord müssten die Gleise zu stark gespreizt und zu weit auseinander verlegt werden.

Damit würde die vorhandene Fläche selbst für eine kleine Werkstätte nicht ausreichen, schreibt die Begleitgruppe in einer Mitteilung vom Montag. Weitere Hindernisse in Thun wären unter anderem die ungenügende Höhe der Panzerbrücke sowie diverse Landschafts- und Naturschutzgebiete und geschützte Bauten.

Die Gruppe bezieht sich in ihrer Mitteilung auf eine Stellungnahme der Berner Kantonsregierung, die den Standort Thun als «unvorteilhaft und mit zahlreichen wirtschaftlichen, raumplanerischen, technischen und insbesondere finanziellen Nachteilen für den Kanton Bern» ansah.

Die Begleitgruppe prüft derzeit verschiedene Standorte für einen Werkstatt-Neubau. Dass Thun nicht geeignet ist, nimmt die Begleitgruppe mit Bedauern zur Kenntnis. Es wäre der einzige Standort, bei dem kein Kulturland beansprucht worden wäre, betont die Gruppe in ihrer Mitteilung.

Derzeit prüft die Begleitgruppe noch Standorte im Westen Berns, in Konolfingen sowie in Allmendingen bei Bern. Die Arbeiten sollen im Herbst abgeschlossen sein.

Im Dezember 2014 entschied die BLS, ihre Werkstätten auf zwei Standorte zu konzentrieren, Spiez und einen Neubau im Raum Bern. Der Neubau werde nötig, weil etwa ab 2020 die von der SBB gemietete Werkstätte in der Berner Aebimatt wegfalle, begründete die BLS damals den Entscheid.

Im März 2015 wurde bekannt, dass die BLS im Weiler Buech beim Bahnhof Riedbach den Neubau realisieren will. 20 Grundeigentümer müssten dafür Land geben. Mitten auf dem 20 Hektar grossen Areal steht ein Bauernhof. Ein Sturm der Entrüstung brach los.

Daraufhin stimmte die BLS der Bildung einer unabhängigen, politisch breit abgestützten Begleitgruppe zu.

SDA/jur

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch