Mit Sexarbeit das Medizinstudium finanziert

Kein Zwang, sondern Emanzipation? Leonie L. bezeichnet sich als «selbstständige Sexarbeiterin». So etwas gibt es nicht, findet eine Aussteigerin.

Prostituierte wollen wegen den Stigmata oft anonym bleiben.

Prostituierte wollen wegen den Stigmata oft anonym bleiben.

(Bild: iStockphoto (Symbolbild))

Sex mit fremden Männern gegen Bezahlung. Was für viele Frauen unvorstellbar scheint, ist für Leonie L. (Name von der Redaktion geändert) zum Alltag geworden. Seit einigen Jahren ist sie als selbstständige Sexarbeiterin im Kanton Bern tätig. Da Sexarbeit mit Menschenhandel, Drogenkonsum und Gewalt konnotiert wird, stellt sie gleich klar: «Mein Beruf macht mir Spass – ich werde von niemandem zu etwas gezwungen.» Weshalb wählt man diesen Beruf? «Sexarbeit ist nicht nur ein Rein-raus-Spiel», sagt sie. Ihre Arbeit beschränke sich überhaupt nicht nur auf den Geschlechtsverkehr. Denn manchmal komme es gar nicht zu sexuellem Kontakt mit den Kunden. «Manche wollen einfach nur eine Zuhörerin.» Mit Stammkunden entwickle sie sogar Freundschaften. «Es ist weit weg vom Klischee.»

Der Bund

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