Zum Hauptinhalt springen

«Mit einem Bein im Gefängnis»

Lokomotivführer müssen nach Unfällen oft alleine den Kopf hinhalten. Das zumindest beklagt die Gewerkschaft, nachdem in Bern am Dienstag ein BLS-Lokführer verurteilt worden ist.

Der Unfall in Wimmis ereignete sich mit einem «Lötschberger».
Der Unfall in Wimmis ereignete sich mit einem «Lötschberger».
Keystone

Über 20 Männer verfolgten den Prozess am Dienstag am Obergericht. Es waren Berufskollegen des angeklagten BLS-Lokführers, viele waren dem Aufruf der Gewerkschaft Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) gefolgt. Er sei aus Solidarität gekommen, sagte einer der Lokführer vor Prozessbeginn. Aber auch, weil solche Prozesse wichtig seien für den Beruf. «Wir stehen immer mit einem Bein im Gefängnis.» Der Präsident des VSLF, Hubert Giger, sagte: «Bei Unfällen wird immer der Lokomotivführer angeklagt, nie das Bahnunternehmen.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.