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«Meine Krankheit war immer auch eine Ressource»

Rudolf Gafner weiss, wie es ist, psychisch krank zu sein. Der Ex-Journalist arbeitet heute bei der Behindertenkonferenz – und ortet besorgniserregende Tendenzen.

In der Dreifaltigkeitskirche wird Rudolf Gafner heute Abend auftreten.
In der Dreifaltigkeitskirche wird Rudolf Gafner heute Abend auftreten.
Franziska Rothenbühler

53-jährig. Ausgesteuert. Sozialhilfeabhängig. Warten auf den Entscheid der Invalidenversicherung. Eben noch stand Rudolf Gafner an diesem Punkt. «In einer solchen Phase kann ein Mensch ohne weiteres zugrunde gehen – selbst in diesem Land», sagt er. Für ihn hat sich das Blatt im Sommer gewendet. Aber er weiss jetzt, wie sich Perspektivlosigkeit anfühlt. Und er hat einen Blick für Menschen, denen es nicht gut geht. Am Bahnhof sieht er sie. Ein Mann, Heizungsmonteur vielleicht. Job verloren. Von der Frau verlassen.

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