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Manfred Bühler will nicht in den Regierungsrat

Der neu für die SVP in den Nationalrat gewählte Bühler wird zur Regierungsrat-Ersatzwahl nicht antreten.

Der Neu-Nationalrat Manfred Bühler will nicht für die bernische Exekutive kandidieren.
Der Neu-Nationalrat Manfred Bühler will nicht für die bernische Exekutive kandidieren.
Valérie Chételat

Der Kronfavorit für die Berner Regierungsrats-Ersatzwahl hat sich aus dem Rennen genommen: Der neu gewählte SVP-Nationalrat und Grossrat Manfred Bühler aus dem Berner Jura verzichtet auf eine Kandidatur für den Berner Regierungsrat, wie er am Dienstag mitteilte.

Er fühle sich den Wählern verpflichtet, die ihm am Sonntag den Sprung in den Nationalrat ermöglicht hätten, begründet Bühler seinen Entscheid. Nur dank der «überwältigenden Mobilisierung» im französischsprachigen Teil des Kantons Bern habe er die Wahl geschafft, und für dieses Vertrauen sei er äusserst dankbar.

Nun habe er die Verantwortung, als einziger Vertreter der sprachlichen und kulturellen Minderheit des Kantons Bern unter der Bundeshauskuppel zu politisieren. Deshalb komme eine Regierungsratskandidatur für ihn nicht in Frage.

Die SVP Berner Jura habe aber einen anderen «sehr geeigneten» Kandidaten, schreibt Bühler: Grossrat Pierre-Alain Schnegg werde ins Rennen steigen. Der 52-jährige Ingenieur sitzt seit 2014 im Kantonsparlament.

Als Verwaltungsratspräsident des Spitals Berner Jura sei Schnegg «geradezu prädestiniert, die Berner Gesundheitsdirektion wieder auf Kurs zu bringen», schriebt Bühler. Die Direktion wird vom abtretenden bernjurassischen Regierungsrat Philippe Perrenoud (SP) geführt.

Schnegg geniesse das Vertrauen der anderen bürgerlichen Parteien im Berner Jura «und sogar von der Mitte hin bis in die Linke», wirbt Bühler für seinen Parteikollegen.

Bernasconi bei SP im Gespräch

Im Kanton Bern werden am 28. Februar 2016 zwei neue Mitglieder der Berner Regierung gewählt. Die Bürgerlichen müssen mindestens einen der beiden Sitze erobern, um künftig die Mehrheit in der Kantonsregierung zu besitzen.

Der eine freie Regierungsratssitz ist für den Berner Jura reserviert. Aussichtsreichster Kandidat der Linken für diesen Sitz ist SP-Grossrat Roberto Bernasconi, der am Wochenende auf der Nationalratsliste der SP Frankophone das beste Resultat erzielte.

Er liess sich bisher nicht in die Karten blicken. Am Montag räumte er auf Anfrage ein, eine Kandidatur stehe natürlich im Raum. Doch er habe noch Zeit. Die bernjurassische SP entscheide erst am 18. November.

(SDA)

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