Zum Hauptinhalt springen

Manchmal wird es «grenzwertig»

Angestellte in Alters- und Pflegeheimen im Kanton Bern klagen über schlechte Arbeitsbedingungen, fehlende Ressourcen und psychischen Druck. Was hat es mit den Vorwürfen auf sich?

In Alters- und Pflegeheimen steht meist nur wenig Zeit für die Betreuung der einzelnen Person zur Verfügung.
In Alters- und Pflegeheimen steht meist nur wenig Zeit für die Betreuung der einzelnen Person zur Verfügung.
Thomas Egli

Die Arbeitnehmenden seien am Anschlag, die Pflege befinde sich in der Krise. Dieser Befund ist derzeit häufig zu hören. Auf eidgenössischer Ebene wurde am 7. November die Pflegeinitiative eingereicht, die nicht nur im Spitalbereich, sondern auch bei der Betreuung von Senioren Verbesserungen und Anpassungen fordert. Druck macht zudem die Gewerkschaft Unia: Sie verlangt unter anderem, auf Sparmassnahmen bei der Ausbildung des Pflegepersonals im Kanton Bern zu verzichten. Schon heute sei die Aussteigerquote mit 45 Prozent sehr hoch. «Die Attraktivität des Berufs ist infrage gestellt», sagt Udo Michel, Bereichsleitung Pflege und Betreuung bei der Unia. Durch die schlechten Arbeitsbedingungen werde die Bindung der Pflegenden zu ihrem Beruf geschwächt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.