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Liebe SVP

Die Konkurrenz der Partei schrieb Grussbotschaften zum 100. Geburtstag der bernischen SVP.

Zu eurem Jubiläum versuche ich, auch wenn das politisch nicht ganz einfach ist, ein paar verbindende Worte zu finden. So heisse ich euch willkommen im Club der 100-Jährigen, zu dem die SP schon seit 13 Jahren gehört. Wir haben beide eine bewegte Geschichte, sind in allen Kantonsteilen verankert, man kennt uns. Und: SVP und SP stehen hin und sprechen Klartext. Da heben wir uns beide von den Mitteparteien ab. Ihr nennt euch Volkspartei – wir sind eine. Ja, hier hören die Parallelen auf. Wer von uns das Volk tatsächlich vertritt, darüber werden wir uns nicht einig. Eure Abschottungspolitik, der Abbau des Service public und Steuergeschenke an die Reichen dienen dem Volk sicher nicht. Vielmehr sind es unsere handfesten Anliegen wie Prämienverbilligungen, ein ausgebauter ÖV, faire Löhne und Renten. Zum Schluss ein Wunsch: Lasst doch endlich die Frauen ran. Nicht nur einzelne Aushängeschilder, nein, so richtig: eine SVP-Grossratsfraktion mit gleich viel Frauen und Männern! Ursula Marti, Präsidentin SP

Ich gratuliere der SVP des Kantons Bern zum 100. Geburtstag. Auch wenn wir manchmal Differenzen mit der SVP haben, so funktioniert die Zusammenarbeit im Grossen Rat insbesondere in wirtschaftspolitischen Fragen sehr gut. Wir Freisinnige sind ein verlässlicher bürgerlicher Partner auf Augenhöhe. Der in den Medien oft erwähnte Begriff «Juniorpartner» trifft schon allein deswegen nicht zu, weil wir Berner Freisinnige mit 128 Jahren wesentlich älter sind als die SVP. Der Schweiz geht es im Vergleich zu vor 100 Jahren wesentlich besser. Dies dank einer innovationsfreundlichen und zukunftsgerichteten (Wirtschafts-)Politik der letzten Jahrzehnte. Diese Errungenschaften, zum Beispiel die bilateralen Verträge mit der EU, unserem grössten Handelspartner, dürfen wir jetzt nicht aufs Spiel setzen. Wir freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit unter den Bürgerlichen und sind froh, wenn die SVP auch in Zukunft weiter mithilft, den Kanton Bern gemeinsam vorwärtszubringen. Pierre-Yves Grivel, Präsident FDP

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