Zum Hauptinhalt springen

Leitartikel: Wenn Käsers Fehler Pulvers Sache wären

Stur, stoisch oder einsichtig: Die Berner Regierungsräte sind typische Politiker der schweizerischen Fehlerkultur.

Das Prinzip Aussitzen: Regierungsrat Hans-Jürg Käser.
Das Prinzip Aussitzen: Regierungsrat Hans-Jürg Käser.
Adrian Moser
«Irreversibel gestörtes Vertrauensverhältnis» zum Polizeichef: Der inzwischen verstorbene ehemalige Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, Kurt Wasserfallen.
«Irreversibel gestörtes Vertrauensverhältnis» zum Polizeichef: Der inzwischen verstorbene ehemalige Sicherheitsdirektor der Stadt Bern, Kurt Wasserfallen.
Edi Engeler, Keystone
Kündigte proaktiv seinen Rücktritt an: Carlo Conti.
Kündigte proaktiv seinen Rücktritt an: Carlo Conti.
Peter Schneider, Keystone
1 / 5

Niemand gibt gerne Fehler zu. Wer es tut, kann als schwach gelten. Es kratzt am Image, ein Macher zu sein. Gerade Politiker, wahrscheinlich ist es die Mehrheit, neigen dazu, stur zu sein, Affären auszusitzen und Fehler Untergebenen anzulasten. Der Berner Polizeidirektor Hans-Jürg Käser stellt sich auch heute noch auf den Standpunkt, im Fall Thorberg «zeitgerecht» gehandelt zu haben. Auch bei den Missständen im Asylwesen oder der IT-Beschaffung verkörpert der Freisinnige jenen Typus Politiker, der von grosser Unlust geprägt ist, Verantwortung für Mängel in seinem Tätigkeitsfeld zu übernehmen. Sein Hauptargument: Er müsse Vertrauen in seine Chefbeamten haben; er, Käser, funktioniere doch nicht nach dem «Prinzip ‹hire and fire›».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.