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Leitartikel: Ein toller Wahlkampf

Seit Wochen sind Mitglieder der Berner Regierung regelmässig im Fokus der Öffentlichkeit, teils inszeniert, zunehmend aber unfreiwillig. Das stört die Magistraten, ist aber gut für die Demokratie.

Die Berner Regierungsräte sind exponiert wie nie zuvor.
Die Berner Regierungsräte sind exponiert wie nie zuvor.
Adrian Moser

Berns Politik bebt. Fassten sich in den vergangenen Wahlkämpfen im Kanton die Parteien mit Samthandschuhen an, geht es diesmal angriffiger zu und her. Die Regierungsräte sind exponiert wie nie zuvor. Der Schlagabtausch ist vielschichtig, teils offen und direkt, teils hintenrum und perfid.

Mit Indiskretionen geraten derzeit die Regierungsräte ins öffentliche Visier. Die Medien werden von links wie rechts mit Informationen versorgt und instrumentalisiert, um Gegner zu schwächen. Die «Bund»-Enthüllungen rund um die Thorberg-Affäre deckten Missstände in der Polizeidirektion auf, wodurch automatisch auch die Amtsführung des zuständigen Regierungsrats Hans-Jürg Käser (FDP) als Zugpferd der bürgerlichen Wende in den Fokus geriet. Und dass ausgerechnet in derselben Woche, in der der FDP-Mann unter Druck steht, plötzlich die «Berner Zeitung» einen Missstand aus der Gesundheitsdirektion von Philippe Perrenoud publik macht, dürfte so zufällig wohl nicht gewesen sein.

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