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Lehrer befürchten Kürzungen um 100 Millionen Franken

Berner Lehrer und Lehrerinnen wehren sich frühzeitig gegen «angedrohtes Abbauprogramm». Sie haben die Petition «Stopp zum Bildungsabbau» im Kanton Bern eingereicht.

Lehrer diskutieren im Lehrerzimmer auch über befürchtete Kürzungen im Bildungsbereich. (Symbolbild)
Lehrer diskutieren im Lehrerzimmer auch über befürchtete Kürzungen im Bildungsbereich. (Symbolbild)
Thomas Egli

Der Berufsverband Bildung Bern hat am Freitag die Petition «Stopp zum Bildungsabbau» an Regierungspräsidentin und Finanzdirektorin Beatrice Simon übergeben. Die Bittschrift wurde laut dem Verband von über 10'000 Personen unterzeichnet.

Die Unterzeichner fordern Regierung und Kantonsparlament auf, die Bildung von einem neuen Sparprogramm zu verschonen. Der Berufsverband befürchtet eine Kürzung des Bildungsbudgets um 102 Millionen Franken, wovon alle Bildungsstufen betroffen wären, wie Bildung Bern in einer Mitteilung schreibt.

Der Grosse Rat habe bereits 2013 ein Bildungsabbauprogramm von 65 Millionen Franken pro Jahr verabschiedet, alleine bei der Berufsbildung seien 31 Millionen Franken weggekürzt worden. Die Auswirkungen der umgesetzten Abbaumassnahmen seien «noch lange nicht verdaut».

Ein neues Sparpaket ist zwar noch nicht aufgegleist, man nehme aber das «angedrohte Abbauprogramm» ernst, heisst es weiter. Wehren will sich der Verband, der rund 10'000 Mitglieder zählt, etwa gegen grössere Klassen, Schliessungen von Schulhäusern und «noch mehr Zentralisierung».

Vergangene Woche haben bereits mehrere hundert Schülerinnen und Schüler vor dem Berner Rathaus gegen drohende Sparmassnahmen bei der Bildung protestiert. Zur Kundgebung aufgerufen hatte das Komitee «Gemeinsam für Bildung» mit Vertretern aller Stadtberner Gymnasien.

SDA/nj

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