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Kein Gehör für Besetzer an der Freiburgstrasse

An der Freiburgstrasse 131 ist am Donnerstag ein Haus besetzt worden. Die Besitzerin will das Haus bald räumen lassen.

An der Freiburgstrasse 131 hat sich ein Besetzerkollektiv eingerichtet.
An der Freiburgstrasse 131 hat sich ein Besetzerkollektiv eingerichtet.
zec
Sie wollen damit gegen den anhaltenden Leerstand des Hauses protestieren.
Sie wollen damit gegen den anhaltenden Leerstand des Hauses protestieren.
zec
Das Haus ist bereits zum dritten Mal besetzt
Das Haus ist bereits zum dritten Mal besetzt
zec
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Sie wollen feiern, schreiben die Besetzer in einer Medienmitteilung von Donnerstag. Denn der Gebäudeteil an der Freiburgstrasse 131, in den sie am selben Tag eingezogen sind, stehe nun bereits seit zehn Jahren leer.

Laut der Besetzergruppe, die unter dem Namen «Café Toujours» auftritt, war das Gebäude bereits von 2004 bis 2006 mit Zwischennutzungsvertrag besetzt, bis die Besitzerfirma Marti AG diesen kündigten. 2008 wurde es erneut besetzt, bald darauf aber polizeilich geräumt. Die Bewohner im angrenzenden Gebäudeteil hätten einen Abriss verhindert, das Haus sei aber dem Verfall preisgegeben worden. «Die Freiburgstrasse 131 ist ein Beispiel dafür, wie Wohnraum zu einem Spekulationsobjekt wird», schreibt die Besetzergruppe.

Marti AG toleriert Besetzung nicht

Einem Reporter vor Ort wollte einer der Besetzer keine Auskünfte geben und verwies auf die Plattform Indymedia. Auskunft hingegen erteilt Niklaus Bichsel, stellvertretender Direktor Immobilien bei der Marti AG. Laut Bichsel toleriert die Marti AG die Besetzung nicht. «Wir geben den Besetzern eine kurze Frist um auszuziehen. Andernfalls behalten wir uns eine Strafanzeige vor», so Bichsel. Bei einem Besuch der Liegenschaft hätten ihn die Besetzer nicht in die Räumlichkeiten lassen wollen. «Auf dieser Basis lässt sich nicht diskutieren.»

Dass die Liegenschaft schon lange leerstehe sei richtig. Man habe Pläne für das Haus, die jedoch noch nicht spruchreif seien. Der Vorwurf, man habe das Haus absichtlich «verlottern» lassen, sei falsch.

Die Kantonspolizei Bern hat Kenntniss von der Besetzung, wie sie auf Anfrage von Redaktion Tamedia sagt. Man sei im Gespräch mit der Besitzerin.

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