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Lebenslänglich für Mörder von Escortdame gefordert

Im Prozess um den Tod einer Escortdame in Langenthal fordert die Staatsanwaltschaft eine lebenslängliche Haftstrafe wegen Mordes und anderen Tatbeständen. Die Verteidigung verlangt 12 Jahre.

Die Dauer der Haftstrafe für den Angeklagten im Mordfall von Langenthal bleibt weiterhin offen.
Die Dauer der Haftstrafe für den Angeklagten im Mordfall von Langenthal bleibt weiterhin offen.
Keystone

Ein grösseres Verschulden sei kaum denkbar, sagte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer am Regionalgericht Emmental-Oberaargau am Montag. Eine Verwahrung falle aber nicht in Betracht, denn gemäss psychiatrischen Gutachten seien die Alkohol- und Drogenprobleme des 28-jährigen Schweizers therapierbar. Die Verteidigung verlangt eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und eine ambulante Massnahme. Der 28-jährige Schweizer sei schuldig zu sprechen wegen vorsätzlicher Tötung, Störung der Totenruhe und weiterer Tatbestände, sagte der Verteidiger zu Beginn seines Plädoyers vor dem Regionalgericht Emmental-Oberaargau. Er sprach von einer «furchtbaren Tat».

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, eine Escortdame im März 2012 in Langenthal auf bestialische Weise umgebracht zu haben. Vor Gericht hatte der Mann am Montagmorgen erklärt, er könne sich die Tat nicht erklären. Alles sei wie in einem Film abgelaufen, er habe sich nicht mehr unter Kontrolle gehabt und nicht stoppen können. Erst als er die malträtierte Frau in einem Lichtschacht abgelegt hatte, habe er realisiert, was er getan habe. Nach dem Staatsanwalt folgte am Montag das Plädoyer der Verteidigung. Der Urteilsspruch wird für Donnerstag erwartet.

SDA/agr

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